Mittwoch, 19. September 2018

The Joyrider - Desperate Trouble / Shepherds Revenge [SMB / Deadsilence]

Schon allein die finstere Aufmachung dieser Drum'n'Bass-Picturedisc verdient das Prädikat 'grossartig', da allein mit dem Artwork die Aussage "es gibt musikalisch richtig auf die Mütze" in feinster Manier unterstrichen wird. Absoluter Sci-Fi-Sound in Sachen Drum'n'Bass, der für manchen Geschmack schon zu hart an den Grenzen des Breakcore kratzt. Ego Shooter bei Maximalbeschleunigung. Macht Sinn...

6/6 Points

Gastreview für Raveline , Ausgabe 02/2002

Freitag, 14. September 2018

Digital Delinquent - The Foot And Mouth EP [Audio Illusion Recordings / Deadsilence]

Ja, diese Scheibe macht sowohl fuss- als auch mundkrank, sofern mensch wundgetanzte Füsse und offene Münder denn als Krankheiten definieren mag. Die drei Tracks des digitalen Delinquenten klingen als hätten sich Current Value und The Advent auf eine Runde merkwürdiger Drogen getroffen und einfach mal so drauflos gejammt, ohne sich vorher zu entscheiden, ob das Ergebnis nun Electro oder Drum'n'Bass heissen soll. Wie auch immer, in Zeiten der Gentechnik gibt es bald ja auch eierlegende Wollmilchsäue als nützliche Hybriden und ein solcher liegt hier definitiv auch vor. Nur Milch gibt die 12" nicht. Schade.

6/6 Points

Gastreview für Raveline , Ausgabe 02/2002

Freitag, 7. September 2018

Violentus / Voldo - Our World [Scancore]

Kopenhagen's finest Jakke De Violentus hebt mit Scancore ein weiteres Label für 'scandinavian hardcore, speedcore, noisecore and terror' aus der Taufe und wird diesem Ruf gleich mit der Katalognummer 001 vollkommen gerecht. Gnadenlos bolzt der Speedcore auf die Ohren der Adepten ein und wenn die Welt der beiden Produzenten tatsächlich so aussieht, wie sich die Platte anhört, ist es dort richtig finster.

5/6 Points

Gastreview für Raveline , Ausgabe 02/2002

Sonntag, 2. September 2018

Reach & Spin - Hyper! (Hype The Funk) [Go Beat / Honey Beat]

Wow, der Zeitsprung zurück ins Jahr 1996 ist geschafft und Speedgarage ruled wieder, diesmal jedoch ohne Champagnerglas und schickes Kopfnicken. Reach & Spin lassen die Bassline fröhlich springen und den Housebeat dazu rocken. Mit und ohne MC und auf der Rückseite auch noch mal im 2Step-Gewand. Rotzig produziert, aber wirkt.

4/6 Points

Gastreview für Raveline , Ausgabe 01/2002

Montag, 27. August 2018

Prodrip / Tainted Love [White]

Und nochmal die SpeedGarage-Nummer, diesmal mit der charakteristischen Hookline aus Prodigy's Überhit "Firestarter" kombiniert und damit extrem vorbelastet. Partytune. Die Flipside ziert Mark "Ruff" Ryder's legendäres Rip-Off "Joy", das hier noch einmal mit Eminem's Vocal aus "Forget About Dr. Dre" versetzt wurde und damit zwei 2step-Bootlegs zu einem vereint.

6/6 Points

Gastreview für Raveline , Ausgabe 01/2002

Mittwoch, 22. August 2018

Skeleton Soul [SKS 003]

Speedgarage ist definitiv zurück in den Clubs - zumindest wenn der Output der englischen Produzenten so weitergeht. Eine Seite dieser - schick in weissem Vinyl gehaltenen - 12" rockt mit gebrochenen 2Step-Beats und charakteristischen House-HiHats, während sich die Flipside mit straightem 4/4-Bass und abgrundtiefen Basslines präsentiert. Ausserdem dabei - uralte Enterprise-Beamersounds.

4/6 Points

Gastreview für Raveline , Ausgabe 01/2002

Freitag, 17. August 2018

Jungleboy - Conflicted / Do You Love Me? [Force Recordings 004]

Mein absoluter Drum'n'Bass-Favorit der letzten Wochen. Das amerikanische Label Force Recordings brilliert mit zwei fetten Amentracks, die jede Regung von Widerstand auf der Tanzfläche schon im Ansatz vernichten. Charakteristisch bleepende Basslines und verhakte Beatstrukturen als Bonus dazu und fertig ist der potentielle Hit. Rrrewind...

6/6 Points

Gastreview für Raveline , Ausgabe 01/2002

Sonntag, 12. August 2018

Tan Tien - Power Surge / Freefall [Brickhouse]

Da spricht die alte Schule aus den Boxen der Drum'n'Bass-Adepten. "Power Surge" präsentiert sich mit einem junglistischen Feeling in den Beats und einer quietschigen JumpUp-Bassline, während sich "Freefall" als straighter Ravetune ohne viel Schnickschnack entpuppt. Funktionelles Tool der guten Sorte.

4/6 Points

Gastreview für Raveline , Ausgabe 01/2002

Dienstag, 7. August 2018

Crisis Theory - Luxuria / Avaritia [Subversion 005]

Rachel Kozak und Christoph Fringeli wieder einmal auf dem Weg in die absolute Apokalypse. "Avaritia" ist unter Umständen noch als Drum'n'Bass zu identifizieren, während "Luxuria" eindeutig in Richtung Breakcore schielt. Grossartig...

6/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 11/2001

Donnerstag, 2. August 2018

[NOIR 008 White]

Sehr pathetisch, dieses informationslose Drum'n'Bass-Whitelabel. A1 klingt, als wären live gespielte Drumrolls wie Amenbreaks zusammengeschnitten worden, während B1 mit schweren Flächen und steppenden Beats rockt. Watch out...

5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 11/2001

Samstag, 28. Juli 2018

Blue Note & Fresh Jay - Final Cut / B-Boyz Rock [Tribe 021]

Nicht frisch, aber wirkungsvoll klingt die Katalognummer 021 des Drum'n'Bass-Imprints Tribe, die die vinylreitenden Jocks mit zwei sexy Tools versorgt. Während die B-Side mit verzerrtem Würgebass fast JumpUp-alike daherkommt, geht die A-Side mit geradem Beat, Vocals und Scratches ein wenig straighter zur Sache.

5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 11/2001

Montag, 23. Juli 2018

Patience & Poison - Borderline / Vortex 2001 [Dyne 004]

Endlich einmal wieder erstklassiger Stoff aus dem UK. "Borderline" ruft mit seinen eindeutigen Reminiszenzen an die Oldskool ekstatische Reaktionen auf dem Tanzflur hervor und auch das straightere "Vortex 2001" steht dem mit seiner sägenden Bassline in Nichts nach. Ruff...

6/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 11/2001

Mittwoch, 18. Juli 2018

Nachtstrom vs Platzgumer - Cantatus Pro Mortuum [Heimelektro Ulm]

Der musikalische Tausendsassa Hans Platzgumer trifft auf den dem Mego-Umfeld entsprungenen Dr. Nachtstrom. Zusammen produzieren sie zwei Drum'n'Bass-Tracks, deren simple Ästhetik an ältere Myze- oder X86...-Scheiben erinnert, die in Kombination mit den eingefügten, geisterhaften Samples jedoch zumindest als gute Tools zu später Stunde zu gebrauchen sind. Mit dem Titel "Cantatus Pro Mortuum" sind sie unfreiwillig auf der Höhe der Zeit.

4/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 11/2001

Freitag, 13. Juli 2018

Concord Dawn [Low Profile 002]

Offensichtlich im Heimatland schon in 2000 released benötigte diese neuseeländische Drum'n'Bass-12Inch wohl ein wenig länger, um auch die deutschen Vertriebe zu erreichen. Unverständlich, denn mit druckvollen Beats und leicht psychedelischem Einschlag ausgestattet, bieten alle drei Tracks ein Hitpotential, das es im kontemporären D'n'B leider nicht mehr allzuoft gibt.

6/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 11/2001

Sonntag, 8. Juli 2018

Stratus - Waves / Like This [Incident 002 Promo]

Nun also die erste Ami-Produktion auf Aquasky's hauseigenem Label Incident. Stratus, schon seit fünf Jahren im amerikanischen D'n'B-Circuit aktiv, präsentiert sich auf Incident 002 mit zwei ravey Tracks, denen trotz Abgehfaktor die typische Sterilität der US-Szene anhaftet. Perfekt in Verbindung mit anderen Scheiben aus dem Incident-Umfeld.

4/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 11/2001

Dienstag, 3. Juli 2018

Hive - The Raw Uncut EP [Vortex 012]

Und wieder ein neues Schmankerl aus der Drum'n'Bass-Szene in San Francisco. Positiv machte Hive zum ersten Mal auf der DefCon 4-EP auf sich aufmerksam und startet jetzt mit einer eigenen Scheibe durch. "Surreal Killer" eröffnet spassigerweise mit einem geraden 4-2-The-Floor-Beat und verwandelt sich erst nach dem ersten Break in eine nach vorn dreschende Waffe. Der Dillinja-Remix von "Weapons Of Mass Destruction" geht ebenfalls ok, ist nur leider zu offensichtlich Dillinja für die volle Wertung.

5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 10/2001

Donnerstag, 28. Juni 2018

Decal - Dreaming Of Electro She EP [Trama Industries]

So hab ich Electro gern - futuristisch, treibend und versetzt mit einem tiefschürfenden Bass, der auch die stabilsten Clubwände zum Erbeben bringt. Geschwindigkeitsmässig orientieren sich zwei der drei vorliegenden Tracks an Advent'schen Hi-Speed-Exkursionen und auch die Gesamtästhetik liegt nicht weit von diesen entfernt. Hätte meiner Meinung nach auch gut auf dem Tortured-Sublabel Electrix ein Zuhause finden können.

5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 10/2001

Samstag, 23. Juni 2018

Amen Fire / Control [DS 007 White]

Genau der richtige Stoff für Liebhaber des ravigen Drum'n'Bass mit Oldskool-Einfluss, wie ihn auch das Aquasky'sche Sonix-Imprint derzeit vertritt. Rrrollende Amenbreaks, abgrundtiefe Bässe und treibende Sounds übernehmen das Steuer und drücken selbst die hartgesottensten D'n'B-Fetischisten gnadenlos an die Wand.

6/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 10/2001

Montag, 18. Juni 2018

The Speed Freak & Bazooka present: Shockwave Tag Team Vol. 1 [Shockwave 028]

Na, wenn das mal gutgeht. Die Gabba- und Hardcoreheroen aus dem Hause Shockwave sind nun bei Drum'n'Bass angelangt und sind nicht einmal ansatzweise gewillt, Gefangene zu machen. Bazooka entscheidet sich auf seinen Tracks guten Gewissens gegen eine Bassline und für die volle Breitseite Stromgitarrenriffs, während sich die Speedfreak'schen D'n'B-Interpretationen konventioneller und mit extrem gutgelaunt hüpfenden Beats präsentieren.

6/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 10/2001

Mittwoch, 13. Juni 2018

The Dragon - The Streets / Extinction [Poison]

Um das englische Label Poison Records war es nun doch einige Wochen still, doch nun kommt der fette Counterstrike. War The Dragon schon für die sensationelle Katalognummer 001 des Imprints verantwortlich, rollen auch auf Nr. 005 fette Breaks über den Floor und werden auf "The Streets" mit troity anmutenden Flächen versetzt. Kommt als Erstauflage in goldfarbenem Vinyl, ist also ein Sammlerstück.

5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 10/2001