Sonntag, 14. Oktober 2018

Bit_Meddlers - Shitmix 2000 [Planet µ]

'The new birth of uncool' oder 'wie mache ich die Charthits der frühen Neunziger wieder credibil, ohne dabei peinlich zu sein?'. Die Bit_Meddlers verwursten auf vorliegender Promo 12Inch Bits und Pieces aus Tracks wie "The Power", "Ice Ice Baby", "Jump" und "Get Ready For This" und anderen Knallern ähnlicher Qualität, cutten sie mit Funkstörung-aliker Ästhetik über vollkommen zersplitterten Beats zusammen und schaffen damit den erste Pop-Elektronik-Konsenstrack seit Aphex Twin's "Windowlicker".

6/6 Points

Gastreview für Raveline , Ausgabe 03/2002

Dienstag, 9. Oktober 2018

Cervo Boys - Porteghetto EP [Cervo Boys]

Yeah, ItaloDisco meets Aphex Twin und ist damit schon einer der heissen Kandidaten für den Konsenshits des noch jungen Jahres, der sowohl die Elektronikfraktion als auch die kompromisslosen Anhänger des fast schon nervigen 80s Revivals befriedigen kann und darüberhinaus noch extrem gute Laune stiftet. Grossartige 10" im trashigen C64-Pixelcover. Kaufen!!! Sofort!!! Jeder!!!

6/6 Points

Gastreview für Raveline , Ausgabe 03/2002

Donnerstag, 4. Oktober 2018

Aquasky - Badlands / Sucker Punch [Sonix 005]

Aquasky entfernen sich mit der 005 ihres hauseignen Sonix-Imprints wieder ein wenig vom vordergründigen Drum'n'Bass mit Raveappeal und lassen wieder düsterere Elemente in ihren Sound einziehen, was jedoch nichts an der Partytauglichkeit der Tracks ändert. Vor allem "Sucker Punch" entwickelt massig Druck und sorgt für Jubelschreie im Club...

6/6 Points

Gastreview für Raveline , Ausgabe 02/2002

Samstag, 29. September 2018

Sage & Electra - Rapture / Agent Orange [Phylum 002]

Ein weiteres techy angehauchtes Drum'n'Bass-Release, diesmal mit Ursprung im krisen- und kriegsgeschüttelten Amerika. Auf ihrem noch recht frischen Phylum-Imprint präsentiert sich Labelinhaberin, Model, DJane und Produzentin Sage mit zwei Tracks, die ebenso wie die oben erwähnte 12" des X86-Imprints in die Zukunft der Drum'n'Bass-Szene deuten. Ultraclean, fast schon steril, und ohne wirklichen Aufbau in klassischem Sinne stehen sowohl "Rapture" als auch "Agent Orange" im Raum und warten auf gleichgesinnte Produktionen. Heisser Scheiss für übermorgen...

5/6 Points

Gastreview für Raveline , Ausgabe 02/2002

Montag, 24. September 2018

Beat Council / Fla [X-86 Records 011]

Wirkt die Katalognummer 011 auf den ersten Blick wie die schwächste der bisherigen X-86-Veröffentlichungen, entfaltet sich der eigentliche Reiz der beiden Tracks auf dieser 12" erst nach mehrmaligem Hinhören. Monoton, extrem clean und technoid sowie fast ohne Breaks galoppieren sie dahin und bilden eine gute Brücke zu US-amerikanischen Veröffentlichungen von Artists wie UFO!, Sage oder Stratus. Noch recht allein auf weiter Flur könnte sich daraus schon ein zukünftiger Trend in Sachen Minimal Drum'n'Bass ablesen lassen.

5/6 Points

Gastreview für Raveline , Ausgabe 02/2002

Mittwoch, 19. September 2018

The Joyrider - Desperate Trouble / Shepherds Revenge [SMB / Deadsilence]

Schon allein die finstere Aufmachung dieser Drum'n'Bass-Picturedisc verdient das Prädikat 'grossartig', da allein mit dem Artwork die Aussage "es gibt musikalisch richtig auf die Mütze" in feinster Manier unterstrichen wird. Absoluter Sci-Fi-Sound in Sachen Drum'n'Bass, der für manchen Geschmack schon zu hart an den Grenzen des Breakcore kratzt. Ego Shooter bei Maximalbeschleunigung. Macht Sinn...

6/6 Points

Gastreview für Raveline , Ausgabe 02/2002

Freitag, 14. September 2018

Digital Delinquent - The Foot And Mouth EP [Audio Illusion Recordings / Deadsilence]

Ja, diese Scheibe macht sowohl fuss- als auch mundkrank, sofern mensch wundgetanzte Füsse und offene Münder denn als Krankheiten definieren mag. Die drei Tracks des digitalen Delinquenten klingen als hätten sich Current Value und The Advent auf eine Runde merkwürdiger Drogen getroffen und einfach mal so drauflos gejammt, ohne sich vorher zu entscheiden, ob das Ergebnis nun Electro oder Drum'n'Bass heissen soll. Wie auch immer, in Zeiten der Gentechnik gibt es bald ja auch eierlegende Wollmilchsäue als nützliche Hybriden und ein solcher liegt hier definitiv auch vor. Nur Milch gibt die 12" nicht. Schade.

6/6 Points

Gastreview für Raveline , Ausgabe 02/2002

Freitag, 7. September 2018

Violentus / Voldo - Our World [Scancore]

Kopenhagen's finest Jakke De Violentus hebt mit Scancore ein weiteres Label für 'scandinavian hardcore, speedcore, noisecore and terror' aus der Taufe und wird diesem Ruf gleich mit der Katalognummer 001 vollkommen gerecht. Gnadenlos bolzt der Speedcore auf die Ohren der Adepten ein und wenn die Welt der beiden Produzenten tatsächlich so aussieht, wie sich die Platte anhört, ist es dort richtig finster.

5/6 Points

Gastreview für Raveline , Ausgabe 02/2002

Sonntag, 2. September 2018

Reach & Spin - Hyper! (Hype The Funk) [Go Beat / Honey Beat]

Wow, der Zeitsprung zurück ins Jahr 1996 ist geschafft und Speedgarage ruled wieder, diesmal jedoch ohne Champagnerglas und schickes Kopfnicken. Reach & Spin lassen die Bassline fröhlich springen und den Housebeat dazu rocken. Mit und ohne MC und auf der Rückseite auch noch mal im 2Step-Gewand. Rotzig produziert, aber wirkt.

4/6 Points

Gastreview für Raveline , Ausgabe 01/2002

Montag, 27. August 2018

Prodrip / Tainted Love [White]

Und nochmal die SpeedGarage-Nummer, diesmal mit der charakteristischen Hookline aus Prodigy's Überhit "Firestarter" kombiniert und damit extrem vorbelastet. Partytune. Die Flipside ziert Mark "Ruff" Ryder's legendäres Rip-Off "Joy", das hier noch einmal mit Eminem's Vocal aus "Forget About Dr. Dre" versetzt wurde und damit zwei 2step-Bootlegs zu einem vereint.

6/6 Points

Gastreview für Raveline , Ausgabe 01/2002

Mittwoch, 22. August 2018

Skeleton Soul [SKS 003]

Speedgarage ist definitiv zurück in den Clubs - zumindest wenn der Output der englischen Produzenten so weitergeht. Eine Seite dieser - schick in weissem Vinyl gehaltenen - 12" rockt mit gebrochenen 2Step-Beats und charakteristischen House-HiHats, während sich die Flipside mit straightem 4/4-Bass und abgrundtiefen Basslines präsentiert. Ausserdem dabei - uralte Enterprise-Beamersounds.

4/6 Points

Gastreview für Raveline , Ausgabe 01/2002

Freitag, 17. August 2018

Jungleboy - Conflicted / Do You Love Me? [Force Recordings 004]

Mein absoluter Drum'n'Bass-Favorit der letzten Wochen. Das amerikanische Label Force Recordings brilliert mit zwei fetten Amentracks, die jede Regung von Widerstand auf der Tanzfläche schon im Ansatz vernichten. Charakteristisch bleepende Basslines und verhakte Beatstrukturen als Bonus dazu und fertig ist der potentielle Hit. Rrrewind...

6/6 Points

Gastreview für Raveline , Ausgabe 01/2002

Sonntag, 12. August 2018

Tan Tien - Power Surge / Freefall [Brickhouse]

Da spricht die alte Schule aus den Boxen der Drum'n'Bass-Adepten. "Power Surge" präsentiert sich mit einem junglistischen Feeling in den Beats und einer quietschigen JumpUp-Bassline, während sich "Freefall" als straighter Ravetune ohne viel Schnickschnack entpuppt. Funktionelles Tool der guten Sorte.

4/6 Points

Gastreview für Raveline , Ausgabe 01/2002

Dienstag, 7. August 2018

Crisis Theory - Luxuria / Avaritia [Subversion 005]

Rachel Kozak und Christoph Fringeli wieder einmal auf dem Weg in die absolute Apokalypse. "Avaritia" ist unter Umständen noch als Drum'n'Bass zu identifizieren, während "Luxuria" eindeutig in Richtung Breakcore schielt. Grossartig...

6/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 11/2001

Donnerstag, 2. August 2018

[NOIR 008 White]

Sehr pathetisch, dieses informationslose Drum'n'Bass-Whitelabel. A1 klingt, als wären live gespielte Drumrolls wie Amenbreaks zusammengeschnitten worden, während B1 mit schweren Flächen und steppenden Beats rockt. Watch out...

5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 11/2001

Samstag, 28. Juli 2018

Blue Note & Fresh Jay - Final Cut / B-Boyz Rock [Tribe 021]

Nicht frisch, aber wirkungsvoll klingt die Katalognummer 021 des Drum'n'Bass-Imprints Tribe, die die vinylreitenden Jocks mit zwei sexy Tools versorgt. Während die B-Side mit verzerrtem Würgebass fast JumpUp-alike daherkommt, geht die A-Side mit geradem Beat, Vocals und Scratches ein wenig straighter zur Sache.

5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 11/2001

Montag, 23. Juli 2018

Patience & Poison - Borderline / Vortex 2001 [Dyne 004]

Endlich einmal wieder erstklassiger Stoff aus dem UK. "Borderline" ruft mit seinen eindeutigen Reminiszenzen an die Oldskool ekstatische Reaktionen auf dem Tanzflur hervor und auch das straightere "Vortex 2001" steht dem mit seiner sägenden Bassline in Nichts nach. Ruff...

6/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 11/2001

Mittwoch, 18. Juli 2018

Nachtstrom vs Platzgumer - Cantatus Pro Mortuum [Heimelektro Ulm]

Der musikalische Tausendsassa Hans Platzgumer trifft auf den dem Mego-Umfeld entsprungenen Dr. Nachtstrom. Zusammen produzieren sie zwei Drum'n'Bass-Tracks, deren simple Ästhetik an ältere Myze- oder X86...-Scheiben erinnert, die in Kombination mit den eingefügten, geisterhaften Samples jedoch zumindest als gute Tools zu später Stunde zu gebrauchen sind. Mit dem Titel "Cantatus Pro Mortuum" sind sie unfreiwillig auf der Höhe der Zeit.

4/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 11/2001

Freitag, 13. Juli 2018

Concord Dawn [Low Profile 002]

Offensichtlich im Heimatland schon in 2000 released benötigte diese neuseeländische Drum'n'Bass-12Inch wohl ein wenig länger, um auch die deutschen Vertriebe zu erreichen. Unverständlich, denn mit druckvollen Beats und leicht psychedelischem Einschlag ausgestattet, bieten alle drei Tracks ein Hitpotential, das es im kontemporären D'n'B leider nicht mehr allzuoft gibt.

6/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 11/2001

Sonntag, 8. Juli 2018

Stratus - Waves / Like This [Incident 002 Promo]

Nun also die erste Ami-Produktion auf Aquasky's hauseigenem Label Incident. Stratus, schon seit fünf Jahren im amerikanischen D'n'B-Circuit aktiv, präsentiert sich auf Incident 002 mit zwei ravey Tracks, denen trotz Abgehfaktor die typische Sterilität der US-Szene anhaftet. Perfekt in Verbindung mit anderen Scheiben aus dem Incident-Umfeld.

4/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 11/2001