Freitag, 25. Mai 2018

Flowchart - Fishworm Tracks [Endorphin Records]

Für den einen ist es noch Techno, für den anderen schon neue experimentelle Musik. Sean O'Neal & Erin Andersson a.k.a. Flowchart bewegen sich mit ihrem Album genau auf der Grenze der beiden Genres, huldigem dem straighten 4/4-Takt ebenso wie dubbigen Elementen und verknurpselten Elektronikspielereien, die ebensogut auf einer Clicks'n'Cuts-Compilation beheimatet sein könnten, Für Kenner ein vergnügliches Hörerlebnis.

5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2001

Samstag, 19. Mai 2018

Noise/Girl (R.I.P.) - Discopathology [V/VM]

Die ursprünglich aus dem Umfeld des Fat Cat Plattenladen entwachsenen Harshnoizeterroristen der V/VM-Posse beglücken die Welt mit der letzten Veröffentlichung der Band Noise/Girl, die sich vor knapp einem Jahr in Shibuya/Tokyo auflöste. Der Titeltrack "Discopathology" der auf orange-schwarzem Vinyl gepressten 12" entspricht in etwa extrem verzerrtem DiscoHouse, während sich die restlichen drei Stücke als zäh fliessender Strom aus Noise und Lärm in sämtliche Gehirnwindungen fräsen. Heftig.

6/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2001

Montag, 14. Mai 2018

Grand Sport [Jubilee Records]

Wer hat behauptet, das BigBeat tot ist? Das Hamburger Fat Back Soundsystem zumindest nicht und präsentiert mit der Compilation "Grand Sport" auf Jubilee Records insgesamt dreizehn Tracks, die sich in den letzten Monaten zu Highlights der legendären Fat Back-Sets entwickelt haben. Mit an Bord sind so namhafte Acts wie Ursula 1000, 2 Inda Bush, Major Force und Indian Ropeman, die sowohl im Club als auch im heimischen Kontext für Dauergrinsen und Partyfeeling sorgen.

5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2001

Mittwoch, 9. Mai 2018

Rotator - He Who Makes A Beast Of Himself Gets Rid Of The Pain Being A Man! [Damage 001]

Wer den Pathos und die dunkle Bösartigkeit älterer Panacea-Scheiben mochte, ist mit der vorliegenden 12" bestens beraten. Mit einem kleinen Unterschied - Rotator, der Mann auf dem französischen Peace Off-Umfeld, ist mindestens um 30bpm schneller, addiert die Ruffness eines DJ Scud hinzu und findet sich in der Schublade D'n'Breakcore bestens zurecht. Krieg im Klub.

6/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2001

Freitag, 4. Mai 2018

Various Artists [Crippled Children Records]

Es gibt exakt zwei Möglichkeiten, diese Platte zu ertragen - entweder konsequent gar nicht oder bei maximaler Lautstärke kurz vor dem Selbstmord. Anonymous, Abelcain, Bombardier und die Venetian Snares verwandeln dein Leben in ein Chaos zerschossener Breakbeats, präsentieren Drum'n'Bass an der Schwelle zum Breakcore und ernten dafür verdiente

6/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2001

Sonntag, 29. April 2018

Fat Back Sound [Jubilee]

Das in Hamburg beheimatete Fat Back Soundsystem - seines Zeichens Garant für zahlreiche fette Parties zwischen BigBeat, Headz, Dub und Drum'n'Bass - legt nun nach einigen Jahren des Schaffens seine erste 12" auf Jubilee Records vor. Beeinflusst von dicken Beats, NuSkoolBreaks und allerlei delayten Samples findet  der ambitionierte Plattendreher hier ein fettes Tool, das mit "listening pleasure by beats, bass and pressure" ganz dem Motto der Crew um Omo Bewarder entspricht.

5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2001

Dienstag, 24. April 2018

Kid 606 vs Pisstank - Boy On Boy [Wabana]

Digitalrrriotbreakcorerudeboypunkballerkrach mit Comicpornocover im 7"-Format und damit ein Leckerbissen für die extrem kopfkranken Noisefetischisten unter uns. Im Gegensatz zu seinen recht strukturierten Releases auf Forcelab lässt Kid 606 endlich einmal wieder richtig die Sau raus und auch Pisstank macht keine Gefangenen. Dafür vergibt mensch gern auch mal

6/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 09/2001

Donnerstag, 19. April 2018

Skatekat EP [Skatekat 1]

Wohl eine der obskursten Hardcore 12"-es der letzten Monate. Vier Tracks mit ultrapappigen Bassdrums, recht dünn produziert und doch aussergewöhnlich. A1 featured Junglebasslines und Ska-Riddims, A2 covert "A Hard Days Night" von den Beatles und auch die Tracks der B-Seite sind definitiv ein Ohr wert.  File under: Weird Experimental Hardtek Skacore.

4/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 09/2001

Samstag, 14. April 2018

Move It [MOVE 1]

Auch wenn es heutzutage niemand mehr wahrhaben will - zu Reel 2 Real's "I Like To Move It"  haben in 1994 nicht nur die Kommerzkids gefeiert, sondern auch die gesamte Clubfraktion ging zumindest zu den Remixen aus der Feder von Erick "More" Morillo wild. Grund genug, den catchy Refrain nun im 2Step-Gewand neu aufzulegen und erneut drauf zu feiern. Grossartige Spassmusik.

5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 04/2001

Montag, 9. April 2018

A Test [A Test 001]

Einseitig bedruckt und bespielt präsentiert sich "A Test" als eine der vielen Breakbeatgarage-Platten, die auf den ersten Höreindruck zwar nicht sonderlich spannend erscheinen, auf dem Dancefloor jedoch bestens funktionieren. In zwei Monaten wird jeder danach fragen, daher gibt's jetzt schon berechtigte

5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 04/2001

Dienstag, 3. April 2018

Fuel For The Fire / Fight Em [Subversion 004]

Christoph Fringeli und Pure teilen sich die neue 12" auf Subversion, auf die alle Freunde extrem harte Breakbeats seit Ewigkeiten gewartet haben. Fringeli startet metallisch und defragmentiert seine Beats im Verlauf des Stückes gen Breakcore. Pure hingegen rollt mit dreckigen Highspeedamenbreaks das Feld von hinten auf und erinnert dabei ein wenig an ältere DHR-Releases.

5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 04/2001

Mittwoch, 28. März 2018

OMR - Dirt Style [Woody Stuff 004]

Scheint ganz schön zuverlässig, das Label. Vier Veröffentlichungen auf dem Markt und bisher kein Ausfall. Nummer 04 fällt erst einmal durch das Brustwarzen-CloseUp-Cover ins Auge und wurmt sich mit Frauenvocal auf der A-Side sofort ins Ohr des geneigten Drum'n'Bass-Adepten. "Bad Vibes" auf der Flip hingegen erweist sich als deepes, treibendes Tool und rockt den Tanzflur auch ohne grosse Höhepunkte.

4/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 04/2001

Donnerstag, 22. März 2018

Freq. Nasty - That's My Style / Goose *Dub [Skint]

Mit seinem Album "Freaks, Geeks & Mutilations" schuf Freq. Nasty schon in 1999 ein Blueprint für die Welle der NuSkool-Breaks, die in den nächsten Monaten den soften 2Step-Rhythmen den Rang ablaufen wird. Auch auf der neuen 12"  setzt er diesen Weg konsequent fort und rockt mit seiner Kombination aus typischen NuSkool-Sounds und BigBeat-Samples jeden erdenklichen Tanzflur der Welt.

5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 04/2001

Freitag, 16. März 2018

Humanoid - Stakker Humanoid 2001 [Jumpin' & Pumpin']

Vor mehr als zehn Jahren rotierte "Stakker Humanoid" - zu Recht als härtester AcidHouse-Track ever gehandelt - auf den Turntables der namhaftesten DJ's und zerstörte mit kreischenden  Sounds manch Trommelfell. Nun ist "Stakker Humanoid" zurück, in zeitgemässen Interpretationen der Plump DJ's und Krafty Cuts wird wiederum das bekannte AcidHouse-Thema gerockt und mit neschuligen Bruchschlägen unterlegt. Das Original ist auch noch mit drauf und dafür gibt's dann

6/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 04/2001

Samstag, 10. März 2018

Footmasters - Metal Gear / Unknown Terrorist [Mix'n'Blend]

Irgendwie eine dieser Platten, denen der grosse besondere Kick fehlt und die eher unspektakulär durch die Welt laufen, aber dennoch ihre Wirkung auf der Tanzfläche nicht verfehlen. "Metal Gear" beschreitet dabei den geradlinigen Weg , während sich "Unknown Terrorist" mit sägender Bassline und gefilterten Vocals auf metallischen Steppabeats die Gehirne anfräst. Gutes Tool.

4/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 04/2001

Sonntag, 4. März 2018

The Timestretchers - Ideal Mystery [Woody Stuff 003]

Die Franzosen nun wieder - "Ideal Mystery" lässt mit seinen sphärisch deepen Female-Vocals erst an die E-Z Rollers denken, geht dann aber mit seinen deepen Basslines mindestens eine Spur darker und deeper zu Werke als oben genannte. "Insane Mystery" arbeitet dagegen fast ausschliesslich mit einer Timestretchers-typischen Bassline, ein paar mystischen Flächen und gibt on Top noch einen extrem nach hinten gemischten Amenbreak dazu. Tool, aber ein fettes.

5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 04/2001

Dienstag, 27. Februar 2018

The Kraft - The Trend / Control [Charge]

Zwei schöne metallische Tools verbergen sich auf dieser 12" des britischen Charge-Imprints. "Control" sehr verspielt im Intro und ausgestattet mit allerlei kleinen Haken im Beatgerüst ist nur strapazierfähigen Crowds zur Primetime zuzumuten, während "The Trend" mit monotonem Würgebass auch auf Grossraves funktioniert.

4/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 04/2001

Donnerstag, 22. Februar 2018

Sons Of The Timelords - 3 a.m. Eternal [Lingo Records]

Ob da auch die ursprüngliche KLF-Crew dahintersteckt? Eingepackt in fette NuSkool-Breaks finden auf diesem Lingo Records-Whitelabel zumindest Samples und Geräusche des Frühneunziger Hitüberfliegers en masse Verwendung und die charakteristische Piepsmelodie weckt Erinnerungen an die gute alte Zeit der elektronischen Musik als alles noch irgendwie Techno war.

5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 04/2001

Freitag, 16. Februar 2018

Malaria! vs. Wasserman & The Modernist [Superstar]

Apropos "Kaltes Klares Wasser" - die dritte Remix 12" des famosen Malaria!-Tracks auf Superstar kommt zwei Neuinterpretationen daher, die neben dem musikalischen Grundgerüst auch die Vocalspuren grunderneuern und dem Überhit weitere spannende Gesichter geben. Viervierteltakt in witzig und wird mit jedem Hören besser.

6/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 04/2001

Samstag, 10. Februar 2018

Jeans Team - Keine Melodien [Kitty-Yo / V2]

"Ich singe keine Melodien, ich singe 1-2-3-4" - und wir singen mit! Irgendwo zwischen House, Electro und der trashigen Ästhetik der 80er Jahre treibt sich das Jeans Team mit vier Remixen aus der Feder von Johannes Heil, MJ Lan, Peaches und den Op:l Bastards herum, wird gefeiert und gemocht. Könnte einmal einen ähnlichen Status erreichen wie "Kaltes Klares Wasser". Extrem hitverdächtig!

6/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 04/2001