Mittwoch, 18. Juli 2018

Nachtstrom vs Platzgumer - Cantatus Pro Mortuum [Heimelektro Ulm]

Der musikalische Tausendsassa Hans Platzgumer trifft auf den dem Mego-Umfeld entsprungenen Dr. Nachtstrom. Zusammen produzieren sie zwei Drum'n'Bass-Tracks, deren simple Ästhetik an ältere Myze- oder X86...-Scheiben erinnert, die in Kombination mit den eingefügten, geisterhaften Samples jedoch zumindest als gute Tools zu später Stunde zu gebrauchen sind. Mit dem Titel "Cantatus Pro Mortuum" sind sie unfreiwillig auf der Höhe der Zeit.

4/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 11/2001

Freitag, 13. Juli 2018

Concord Dawn [Low Profile 002]

Offensichtlich im Heimatland schon in 2000 released benötigte diese neuseeländische Drum'n'Bass-12Inch wohl ein wenig länger, um auch die deutschen Vertriebe zu erreichen. Unverständlich, denn mit druckvollen Beats und leicht psychedelischem Einschlag ausgestattet, bieten alle drei Tracks ein Hitpotential, das es im kontemporären D'n'B leider nicht mehr allzuoft gibt.

6/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 11/2001

Sonntag, 8. Juli 2018

Stratus - Waves / Like This [Incident 002 Promo]

Nun also die erste Ami-Produktion auf Aquasky's hauseigenem Label Incident. Stratus, schon seit fünf Jahren im amerikanischen D'n'B-Circuit aktiv, präsentiert sich auf Incident 002 mit zwei ravey Tracks, denen trotz Abgehfaktor die typische Sterilität der US-Szene anhaftet. Perfekt in Verbindung mit anderen Scheiben aus dem Incident-Umfeld.

4/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 11/2001

Dienstag, 3. Juli 2018

Hive - The Raw Uncut EP [Vortex 012]

Und wieder ein neues Schmankerl aus der Drum'n'Bass-Szene in San Francisco. Positiv machte Hive zum ersten Mal auf der DefCon 4-EP auf sich aufmerksam und startet jetzt mit einer eigenen Scheibe durch. "Surreal Killer" eröffnet spassigerweise mit einem geraden 4-2-The-Floor-Beat und verwandelt sich erst nach dem ersten Break in eine nach vorn dreschende Waffe. Der Dillinja-Remix von "Weapons Of Mass Destruction" geht ebenfalls ok, ist nur leider zu offensichtlich Dillinja für die volle Wertung.

5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 10/2001

Donnerstag, 28. Juni 2018

Decal - Dreaming Of Electro She EP [Trama Industries]

So hab ich Electro gern - futuristisch, treibend und versetzt mit einem tiefschürfenden Bass, der auch die stabilsten Clubwände zum Erbeben bringt. Geschwindigkeitsmässig orientieren sich zwei der drei vorliegenden Tracks an Advent'schen Hi-Speed-Exkursionen und auch die Gesamtästhetik liegt nicht weit von diesen entfernt. Hätte meiner Meinung nach auch gut auf dem Tortured-Sublabel Electrix ein Zuhause finden können.

5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 10/2001

Samstag, 23. Juni 2018

Amen Fire / Control [DS 007 White]

Genau der richtige Stoff für Liebhaber des ravigen Drum'n'Bass mit Oldskool-Einfluss, wie ihn auch das Aquasky'sche Sonix-Imprint derzeit vertritt. Rrrollende Amenbreaks, abgrundtiefe Bässe und treibende Sounds übernehmen das Steuer und drücken selbst die hartgesottensten D'n'B-Fetischisten gnadenlos an die Wand.

6/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 10/2001

Montag, 18. Juni 2018

The Speed Freak & Bazooka present: Shockwave Tag Team Vol. 1 [Shockwave 028]

Na, wenn das mal gutgeht. Die Gabba- und Hardcoreheroen aus dem Hause Shockwave sind nun bei Drum'n'Bass angelangt und sind nicht einmal ansatzweise gewillt, Gefangene zu machen. Bazooka entscheidet sich auf seinen Tracks guten Gewissens gegen eine Bassline und für die volle Breitseite Stromgitarrenriffs, während sich die Speedfreak'schen D'n'B-Interpretationen konventioneller und mit extrem gutgelaunt hüpfenden Beats präsentieren.

6/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 10/2001

Mittwoch, 13. Juni 2018

The Dragon - The Streets / Extinction [Poison]

Um das englische Label Poison Records war es nun doch einige Wochen still, doch nun kommt der fette Counterstrike. War The Dragon schon für die sensationelle Katalognummer 001 des Imprints verantwortlich, rollen auch auf Nr. 005 fette Breaks über den Floor und werden auf "The Streets" mit troity anmutenden Flächen versetzt. Kommt als Erstauflage in goldfarbenem Vinyl, ist also ein Sammlerstück.

5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 10/2001

Freitag, 8. Juni 2018

MLP by A.S.T. [Phantomnoise 003]

Pro-Test und AlexDee, seines Zeichens Phantomnoise-Labelowner, führen hier unter ihrem gemeinsamen Alias A.S.T. die dunklen Mächte von Hartcore, Speedcore, Breakcore und Punk (sic!) zusammen und verwandeln dein Wohnzimmer über eine Laufzeit von sieben Tracks in einen Vorhof der Hölle.

5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 10/2001

Mittwoch, 30. Mai 2018

Rude Solo / Christian Morgenstern - Dark Eldar [Art Of Perception 004]

Nun also Teil 4 der Warhammer 40.000 inspirierten 12"-Serie. Rude Solo a.k.a. Andrew Weatherall und Keith Tenniswood widmen sich auf der A-Side sowohl drumnbassigen Elektroexkursionen als auch einem isolationistisch frostig klingendem Ambienttrack während Christian Morgenstern seinerseits pumpenden Techno und synkopischen Downbeat beiträgt.

5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2001

Freitag, 25. Mai 2018

Flowchart - Fishworm Tracks [Endorphin Records]

Für den einen ist es noch Techno, für den anderen schon neue experimentelle Musik. Sean O'Neal & Erin Andersson a.k.a. Flowchart bewegen sich mit ihrem Album genau auf der Grenze der beiden Genres, huldigem dem straighten 4/4-Takt ebenso wie dubbigen Elementen und verknurpselten Elektronikspielereien, die ebensogut auf einer Clicks'n'Cuts-Compilation beheimatet sein könnten, Für Kenner ein vergnügliches Hörerlebnis.

5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2001

Samstag, 19. Mai 2018

Noise/Girl (R.I.P.) - Discopathology [V/VM]

Die ursprünglich aus dem Umfeld des Fat Cat Plattenladen entwachsenen Harshnoizeterroristen der V/VM-Posse beglücken die Welt mit der letzten Veröffentlichung der Band Noise/Girl, die sich vor knapp einem Jahr in Shibuya/Tokyo auflöste. Der Titeltrack "Discopathology" der auf orange-schwarzem Vinyl gepressten 12" entspricht in etwa extrem verzerrtem DiscoHouse, während sich die restlichen drei Stücke als zäh fliessender Strom aus Noise und Lärm in sämtliche Gehirnwindungen fräsen. Heftig.

6/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2001

Montag, 14. Mai 2018

Grand Sport [Jubilee Records]

Wer hat behauptet, das BigBeat tot ist? Das Hamburger Fat Back Soundsystem zumindest nicht und präsentiert mit der Compilation "Grand Sport" auf Jubilee Records insgesamt dreizehn Tracks, die sich in den letzten Monaten zu Highlights der legendären Fat Back-Sets entwickelt haben. Mit an Bord sind so namhafte Acts wie Ursula 1000, 2 Inda Bush, Major Force und Indian Ropeman, die sowohl im Club als auch im heimischen Kontext für Dauergrinsen und Partyfeeling sorgen.

5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2001

Mittwoch, 9. Mai 2018

Rotator - He Who Makes A Beast Of Himself Gets Rid Of The Pain Being A Man! [Damage 001]

Wer den Pathos und die dunkle Bösartigkeit älterer Panacea-Scheiben mochte, ist mit der vorliegenden 12" bestens beraten. Mit einem kleinen Unterschied - Rotator, der Mann auf dem französischen Peace Off-Umfeld, ist mindestens um 30bpm schneller, addiert die Ruffness eines DJ Scud hinzu und findet sich in der Schublade D'n'Breakcore bestens zurecht. Krieg im Klub.

6/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2001

Freitag, 4. Mai 2018

Various Artists [Crippled Children Records]

Es gibt exakt zwei Möglichkeiten, diese Platte zu ertragen - entweder konsequent gar nicht oder bei maximaler Lautstärke kurz vor dem Selbstmord. Anonymous, Abelcain, Bombardier und die Venetian Snares verwandeln dein Leben in ein Chaos zerschossener Breakbeats, präsentieren Drum'n'Bass an der Schwelle zum Breakcore und ernten dafür verdiente

6/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2001

Sonntag, 29. April 2018

Fat Back Sound [Jubilee]

Das in Hamburg beheimatete Fat Back Soundsystem - seines Zeichens Garant für zahlreiche fette Parties zwischen BigBeat, Headz, Dub und Drum'n'Bass - legt nun nach einigen Jahren des Schaffens seine erste 12" auf Jubilee Records vor. Beeinflusst von dicken Beats, NuSkoolBreaks und allerlei delayten Samples findet  der ambitionierte Plattendreher hier ein fettes Tool, das mit "listening pleasure by beats, bass and pressure" ganz dem Motto der Crew um Omo Bewarder entspricht.

5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2001

Dienstag, 24. April 2018

Kid 606 vs Pisstank - Boy On Boy [Wabana]

Digitalrrriotbreakcorerudeboypunkballerkrach mit Comicpornocover im 7"-Format und damit ein Leckerbissen für die extrem kopfkranken Noisefetischisten unter uns. Im Gegensatz zu seinen recht strukturierten Releases auf Forcelab lässt Kid 606 endlich einmal wieder richtig die Sau raus und auch Pisstank macht keine Gefangenen. Dafür vergibt mensch gern auch mal

6/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 09/2001

Donnerstag, 19. April 2018

Skatekat EP [Skatekat 1]

Wohl eine der obskursten Hardcore 12"-es der letzten Monate. Vier Tracks mit ultrapappigen Bassdrums, recht dünn produziert und doch aussergewöhnlich. A1 featured Junglebasslines und Ska-Riddims, A2 covert "A Hard Days Night" von den Beatles und auch die Tracks der B-Seite sind definitiv ein Ohr wert.  File under: Weird Experimental Hardtek Skacore.

4/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 09/2001

Samstag, 14. April 2018

Move It [MOVE 1]

Auch wenn es heutzutage niemand mehr wahrhaben will - zu Reel 2 Real's "I Like To Move It"  haben in 1994 nicht nur die Kommerzkids gefeiert, sondern auch die gesamte Clubfraktion ging zumindest zu den Remixen aus der Feder von Erick "More" Morillo wild. Grund genug, den catchy Refrain nun im 2Step-Gewand neu aufzulegen und erneut drauf zu feiern. Grossartige Spassmusik.

5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 04/2001

Montag, 9. April 2018

A Test [A Test 001]

Einseitig bedruckt und bespielt präsentiert sich "A Test" als eine der vielen Breakbeatgarage-Platten, die auf den ersten Höreindruck zwar nicht sonderlich spannend erscheinen, auf dem Dancefloor jedoch bestens funktionieren. In zwei Monaten wird jeder danach fragen, daher gibt's jetzt schon berechtigte

5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 04/2001