Dienstag, 10. Dezember 2019

Cornell Campell - Bandulu / Hard Time [Select Cuts]

Das in Hamburg ansässige Label Select Cuts präsentiert eine Auskopplung aus dem Album "Select Cuts From Blood & Fire Chapter 3" und liefert mit "Bandulu / Hard Time" einen abgehangenen Downbeat-Track mit Conscious-Lyrics und dicken fetten Bässen, die auch das Dub-/Roots-Soundsystem deines Vertrauens mit positiven Vibrationen erschüttern werden. Auf der Flipside liefern die Wiener Dubspezialisten Walkner & Möstl noch einen Remix dazu und fertig ist das Vergnügen.


6/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 10/2002

Mittwoch, 4. Dezember 2019

Bastard Runners 666 [White]

Bastardpop und Bootlegging ist nachwievor ein grosses Thema in den Plattenläden, Fachzeitschriften und mittlerweile auch Mainstream-Medien der Republik, doch kaum einer der Berichterstatter kennt sich wirklich mit dem Thema aus,  jede noch so schlechte Veröffentlichung wird als legendär gehandelt. Mit der 5-Track-Compilation "Bastard Runners 666" - die im Übrigen die Nachfolgescheibe zu "Bastard Pop 1" darstellt - kommt nun wieder richtig gutes Material auf den Markt. Namedropping der fusionierten Tracks und Artists: Madonna mit "Music" und "Deeper", The Cure's "Lullaby", Tweet "Oops, oh my", "My Sharona" und andere. Ganz dick...


5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 10/2002

Donnerstag, 28. November 2019

Predator feat. Bioforge - Code Blue / Surveillance [Acetate 06 Promo]

Toolorientierter Drum'n'Bass ganz nach dem Gusto des Rezensenten. Während die "Code Blue" auf der A-Side recht atmosphärisch und minimal auf einem leicht hoppelnden Beat vor sich hin stepped, gibt sich "Surveillance" auf der Flip technoider, raviger und geradliniger zugleich und spricht so den Bewegungsdrang der Massive an.


4/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 10/2002

Freitag, 22. November 2019

Klimek - Milk & Honey [Kompakt]

File under: Sehr schön. Das Kölner Minimaltechnoimprint Kompakt verfolgt den vor einiger Zeit mit Markus Günther's "Regensburg" eingeschlagenen Weg des ambienten Klanges mit der Katalognummer 61 konsequent weiter und findet den Weg weg von Flächen zu verhallten, einzeln angeschlagenen Gitarrenklängen. Die wohl minimalste Interpretation, die das Thema Postrock im weitesten Sinne bisher gesehen hat in einem positiv überraschenden Kontext. Bitte mehr davon...


6/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 10/2002

Sonntag, 17. November 2019

De-Tronix - Born & Raised / Count Your Money [B & W Recordings]

Jump-Up-mässig und extrem oldskoolig kommen die beiden Tracks des vorher nicht grossartig in Erscheinung getretenen Produzenten De-Tronix daher und versetzen jede Massive in absolut positive Extase. Die Merkmale: penetrante Vocalsamples, Wobblebass, stumpfe Produktion und in den Breaks leichte Nähe zu raggalastigen Beatstrukturen. Die Intelligent-Fraktion wird's hassen, aber Spass macht die Scheibe auf alle Fälle auch ohne Innovationsfaktor...


5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 10/2002

Dienstag, 12. November 2019

Analysis EP [3D Mode Recordings 004]

Der ersten kleinen Labelwerkschau des aufstrebenden Imprints 3D Mode Recordings gelingt es auf Anhieb, sich in die Liste der momentanen Topfavez in meiner Plattenkiste zu katapultieren. Das Ganze auf Doppelvinyl mit vier Tracks von DJ Hazard, Cru Memba und dem Duo DJ Devize & Three A, die allesamt mit atmosphärisch-verhakten Steppabeats daherkommen, sich im allgemeinen Kontext an die Vorgabe eines DJ-Tools halten und doch durch ihr tricky Programming eine völlige Eigenständigkeit bewahren, wie sie in stilistisch ähnlicher Form vielleicht noch bei Mampi Swift zu finden ist. Deep as fuck obendrein und deshalb auch bedient mit fetten


5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 10/2002

Samstag, 2. November 2019

Zoom & D.B.X. - Rockin Down The House 2002 Remix [AWOL 1]

Schönes Release, das sowohl die Liebhaber von Speedgarage als auch von Oldskool-lastigen Breakbeats zufriedenstellt. Die Infoside kommt mit 4-2-the-floor Bassdrum, gewohnt dicken Bässen und einer fast schon klassisch-housigen Attitude, die sich zeitlich vor 1994 einordnen lässt. Die Flip hingegen setzt auf klassisch-geloopte Breakbeats im 1991er-Style und liefert dazu einen typischen Reggae-Offlick, der dem gesamten Track einen extrem gechillten Flow verleiht.


4/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 10/2002

Samstag, 26. Oktober 2019

The Streets - Weak Become Heroes [Locked On / 679]

War Mike Skinner a.k.a. The Streets schon mit seinem Album "Original Pirate Material" mehr als nur im Ansatz grossartig, legt die vorliegende Single zumindest in Bezug auf die gefragte Clubkompatibiltät noch einen drauf. Ashley Beedle verwandelt den Track "Weak Become Heroes" in eine tiefgehende Househymne mit klassischen Ansätzen während die Neuinterpretationen von "Same Old Thing" aus der Feder der Produzenten Outlaw Breaks und Morph Resurrection mit Speed Garage kokettieren.


5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 10/2002

Montag, 21. Oktober 2019

Player present Remixes Vol. 1 - Rub On Ya Titties [Player]

"Girls rub on ya titties, what've I said? Rub on ya titties!" Diese Art von Vocalsample lässt mensch sich im Club doch gerne gefallen und erst recht natürlich wenn sie, wie auf vorliegender 12", von treibend perkussivem TechHouse begleitet wird. Die Remixes stammen von The Advent sowie Pete und Wilko, jeder für sich eine Hälfte des Duos Ignition Technician. Geht gut nach vorne...


4/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 10/2002

Montag, 14. Oktober 2019

Undacova - Metamood Katalyst [Pleemobil 03]

Breakcore-Electronica mit Acideinschlag kriegt mensch selbst als eingefleischter Musikfreak nicht oft auf die Ohren und so ruft die vorliegenden 12"  mit ihren vier Tracks doch glatt helle Begeisterung hervor, zumal sie nicht nur tanzflurkompatibel, sondern zeitgleich auch glasklar produziert und dennoch extrem deep rüberkommt.  Völlig steril quasi und trotzdem ziehts den Konsumenten auf die Tanzfläche, sofern er auch bei Sounds von Venetian Snares keine epileptischen Anfälle bekommt. Doch keine Angst, ganz so heftig wird's dann doch nicht.


5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 09/2002

Mittwoch, 2. Oktober 2019

Kovert - Versioning [Damage 003 Test Press]

Auch die dritte 12"-Veröffentlichung des französischen Peace Off-Schwesterlabels Damage hält die hoch angelegte Messlatte der vorangehenden Veröffentlichungen ein und beschert den hartgesottenen Drum'n'Bass-Adepten neuen Stoff aus der an Dark Jungle orientierten Hexenküche des Producers Kovert, der seines Zeichens auch schon auf Praxis veröffentlichte. Prügelhart und äusserst stumpf geht's hier zur Sache, der einzige melodische Effekt kommt ab und an aus einer verhallten Offbeat-Gitarre, wie sie im Reggae seinerzeit üblich war. Ansonsten gibt's einfach und effektiv eins auf die Nuss...


6/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 09/2002

Mittwoch, 25. September 2019

Soundmurderer & SK-1 - Dreader Than Dread Remix [Rewind Records 004]

"Original Detroit Jungle" ist in das Vinyl der vorliegenden 12" eingeritzt und wenn das tatsächlich der übliche Style in Motorcity ist, geht es dorten tatsächlich ziemlich ruff zu. Fast unmixbar ineinander vercuttete Amenbreaks treffen sich mit Reggae-Elementen und versetzen in ihrer Produktionsweise den Rezensenten um Jahre zurück in seiner Erinnerung. Sowohl die Originalversion - einst auf Rewind 001 erschienen - als auch der Remix gehen gut nach vorne, sind aber den meisten Headz wohl schon eine Spur zu heftig für heutiges Empfinden.

6/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 09/2002

Donnerstag, 19. September 2019

Gamma Quadrant - Chaotic State [Touchin Bass 02]

Auf Andrea Parker's frisch gegründetem Label Touchin Bass liefert das Projekt Gamma Quadrant schickes Futter für die Freunde messerscharfer Elektrotunes ab, wie sie einst auch das Direct Beat-Umfeld zu liefern im Stande war. Viermal gibt's die volle Packung Bassgewitter mit drückenden Beats und obendrauf nochmal neun Locked Grooves mit Beats, damit die DJ's auch was zum Spielen haben.  Das darf man mögen, und soll man auch.


4/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 09/2002

Donnerstag, 12. September 2019

Datcyde - Social Skillz Remix / Migraine [Taciturn Records]

Ein Ravebrett vor dem Herrn liefert das Taciturn-Imprint als Teaser für das kommende Datcyde-Album "Positive Climb", das den nun gesetzten Qualitätsstandard hoffentlich halten kann. Nahezu episch flächig baut sich die A-Side auf, besticht durch ein fabelhaft oldskool-like klingendes Frauenvocal im Break um dann nach kurzer 4-2-the-floor Passage mit extrem flach gehaltenen Bassdrums direkt nach vorne zu rocken. File under: Stadion Drum'n'Bass. Auch die Bassdrums der B-Side gewinnen nicht an Wucht dazu, liefern in Kombination mit einem stakkatoartigen Ravesignal aber ebenso Grund zu feiern wie die A-Side.


6/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 09/2002

Donnerstag, 5. September 2019

Bad Trek / Trapped In Music [Devon 004]

Ob das dem selbsternannten King Of Pop wohl gefallen würde? Michael Jackson's "Bad" trifft auf dieser 7" auf DJ Zinc's Breakbeatgarage-Hymne "138 Trek" - ein Soundclash der beiden Tracks eigentlich ganz gut zu Gesicht steht und auf den entsprechenden Garageparties für Euphorie sorgt. Die Namen der auf der Rückseite zu einem gemeinsamen Ganzen verwobenen Tracks entziehen sich zwar dem Kurzzeitgedächtnis des Rezensenten, kommen jedoch recht schick mit oldskooligem Houseflair daher.

5/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 09/2002

Freitag, 30. August 2019

Bong-Ra - Riddim Wars [Deathsucker Records]

Zwei Tracks, "Bumba Claat" und "Lee Some Fi Dead", halten auf dieser 7" alles ein, was der Titel "Riddim Wars" verspricht, und liefern ein breakcoreähnliches Gemetzel aus allen möglichen Versatzstücken aus bekannten Jungle-, Breakbeat-, Oldskool- und Hartcoretrax incl. Super Sharp Shooter-Vocal. Absolute Killertunes mit bösartiger Klangqualität, die einfach für sich allein steht und nur eine Forderung stellt - volle Lautstärke, Rewind und höchstmögliche Punktzahl. Let there be light...


6/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 09/2002

Sonntag, 25. August 2019

Butcher 03 [V/Vm Test Records]

"This release is not a bootleg" steht auf der Rückseite der vorliegenden 7" aus dem V/Vm Stall, deren Producer sich in Anlehnung an den Verfasser des Titeltracks "I wasn't born in the USA (but some people were)" Bruce Pigspleen schimpft. Welch Ironie, sind doch die auf gewohnte Weise zerschredderten Originaltracks noch recht genau auszumachen. Für Freunde des Rinderwahnsinns genau das richtige Stück Vinyl mit Hitpotential für die heimische Privatparty.

6/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 09/2002

Dienstag, 20. August 2019

Butcher 02 [V/Vm Test Records]

Im Rahmen der allgemeinen Bootleghysterie stehen auch die Underground-Aktivisten von V/Vm ganz hoch im Kurs und entziehen sich gleichzeitig durch ihre zerstörende Herangehensweise jeder Eingliederung in den allgemeinen Popdiskurs. Statt des Zusammenfügens von bereits bestehenden Poptracks zu einem neuen Produkt / Song / etc. geht es hier um die absolute Zerstörung und Entstellung bis zur Unkenntlichkeit. Die heutigen Opfer sind Spiller's "Groovejet", dessen Schicksal sich in den Klauen von Jansky Noise entscheidet, sowie Dane Bowel & Posh Spliced in den Fängen von V/Vm with True Butchers. Nein, diese Platte ist nicht kaputt. Sie klingt absichtlich so als ob sie eiert.


4/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 09/2002

Dienstag, 13. August 2019

VDD-Energise - The Return [Hardisk]

In giftigem Mintgrün mit gelben Labelsticker kommt die vorliegende 12" daher und stapft irgendwo auf der Grenze zwischen Hard Weird Experimental Techno, Hardtek und Hartcore daher. Ausgestattet mit wilden Percussionrides und leichten Acidanleihen kommt in jedem der insgesamt vier Tracks dieser E.P. Freude auf, so dass sich ein absoluter Favourite Track an dieser Stelle schlecht ausmachen lässt. Aber zumindest die Bassline auf B2 ist in der Lage so manche PA an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit zu treiben.


4/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002

Montag, 5. August 2019

Bio[me]tricks [Sozialistischer Plattenbau]

Das hanseatische Imprint Sozialistischer Plattenbau liefert wieder einmal eines seiner beim Rezensenten beliebten Statements in Sachen Breakcore und artverwandten Sounds ab und kompiliert auf LP-Länge (limitiert auf 500 Stück, 100 davon in grünem Vinyl) insgesamt 12 Tracks von Artists wie Istari Lasterfahrer, Eiterherd, AlexDee, Low Entropy und den Yppasswdd Daemons, die jedem Fan der genannten Musikrichtung schon einmal untergekommen sein dürften. Schön abwechslungsreich das Ganze zwischen Breakcore, Postcore und Noisebreakexperimenten und auch für Neugierige geeignet.


4/6 Points

Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002