Sonntag, 17. Januar 2021

A Thousand Vows - I RMX U [Samplefreunde 018]

A Thousand Vows kommt aus Oldenburg. Auch wenn niemand so recht weiss, wo das eigentlich ist. Von diesem nebulösen Ort aus kontaktiert er Bands und Projekte weltweit, um deren Musik in sein ureigenes Soundgerüst zu betten, das irgendwo zwischen Backpacker-Beatscience a la Anticon., verträumter Indietronica und dem weitgefasst-schwammigen WitchHouse-Universum verortet ist und so trifft es sich auch nicht schlecht, dass sich unter den so neu Bearbeiteten neben eher unbekannten Acts wie Kirrin Island, Monster Rally oder Billion One auch der Anticon.-Rapper Sole befindet. File under: Frühherbstliche Befindlichkeitsmusik für Fans von Burial, Nicolas Jaar oder John Talabot. Oder für Dates mit introvertierten Indiemädchen.

6/10 Points

Gastreview für Fazemag, Ausgabe 05/2012

Sonntag, 10. Januar 2021

Amon Tobin - Amon Tobin Boxset [Ninja Tune]

15 Jahre Amon Tobin. 15 Jahre elektronische Musik auf höchstem Niveau, Kollaborationen mit Philip Glass und Ryuichi Sakamoto, Arbeiten auf dem Sektor der Film- und Videospielmusik und nun für Ninja Tune Anlass für die wohl ambitionierteste Retrospektive der Labelgeschichte – ein limitiertes, massiv-mechanisches Boxset mit sechs 10“es, sieben CDs und zwei DVDs, vollgepackt mit weitgehend unveröffentlichter Musik aus der Feder von Amon Tobin. Ein wahres Fest für Fans und Sammler, dem die vorliegende Promo-CD mit insgesamt 14 Tracks aus dem Gesamtpaket aller Wahrscheinlichkeit nach nicht einmal im Ansatz gerecht werden kann, trotzdem jedoch die ganze Grossartigkeit des Projektes zwischen TripHop und Drill’n’Bass zumindest erahnen lässt. Anspieltips: „Lost And Found (Colin Stetson’s The Thief Redux)“ / Ryuichi Sakamoto „Grief (Amon Tobin Remix)“ / „Bloodstone (Royal Albert Hall Live)“

9/10 Points

Gastreview für Fazemag, Ausgabe 05/2012

Freitag, 1. Januar 2021

Still Flyin' - On A Bedroom Wall [Staatsakt]

Pop. 80er. Auf dem Waschzettel Verweise in Richtung New Order, Tears For Fears, Ultravox. Grundsätzlich sind das schon mal die richtigen Stichworte und wenn Haima Marriott of Architecture In Helsinki-Fame als Produzent noch ein wenig Indie der harmloseren Sorte dazurührt heisst das Ergebnis „On A Bedroom Wall“, taugt für einen verliebten Sommer auf der Tanzfläche und unter Umständen auch für einen kleinen Ausflug ins gute Daytime-Radioprogramm („Spirits“), ist aber leider letztendlich doch zu wenig eigenständig für’s Langzeitgedächtnis, auch wenn die gesamte Platte so angenehm vertraut klingt wie die Stimme einer guten alten Freundin. Me likey.

7/10 Points

Gastreview für Fazemag, Ausgabe 05/2012