Dienstag, 4. Februar 2014

Gelbart - Vermin [Gagarin Records]

Gagarin Records. Heimat von hochgeschätzten und schubladenverweigernden Musikern / Künstlern / Lichtgestalten wie – natürlich – Felix Kubin, Candie Hank, Holger Hiller, Pia Burnette, Jacques Palminger, den Anaerobic Robots und nun auch Adi Gelbart a.k.a. Gelbart, der den geneigten Hörer hier – laut Waschzettel – mit Referenzen an ProgRock, Noise, Library Music der 70er Jahre und Spiral Space Punk konfrontiert und daraus ein Album bastelt, das im positivsten aller Sinne blödsinnig, albern, ArtSchool, LoFi und so vollkommenst drüber ist, das mensch gar nicht erst umhin kommt es einfach nur zu lieben. Comic-haft werden uralte Synthesizer derart an den Rande des Wahnsinns getrieben als hätte es Skweee nie gegeben. Stereoeffekte tollen durchs Klangbild, um im weiteren Verlauf händchenhaltend über LSD-bunte Klangwiesen zu schlendern und unterhalb der 1KHz-Grenze treibt währenddessen der AgentenFunk sein Unwesen. Plötzliche, unvorbereitete Löcher im Arrangement sind ebenso gewollt wie das Gefühl, auf dem Kopfhörer zwischenzeitlich zwei Platten gleichzeitig zu hören und das die beiden Tracks der B-Seite zusammen den Soundtrack zum titeltragenden Film bilden sei hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Herrlicher Unfug für Menschen, für die ADHS erst noch erfunden werden muss.
10 / 10 Points

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