"Funky Plüsch - Beyond The Moon" erscheint am 17.02.2006 und ist schon der zweite Teil der CD-Serie compiled by DJ Gärtner der Lüste ,
der - im eigentlichen Sinne mehr Selector als DJ - seit 15 Jahren an
den Plattentellern seine Botschaft von opulenter Lounge & Clubmusik
verbreitet, mittlerweile auch in Städten wie Budapest, Mexico City, auf
Ibiza und nachwievor auch in im Bahnhof Langendreer zu Bochum. Kaum eine Compilation die den Begriff "Lounge" in den letzten Monaten
mehr vedient hätte - beeinflusst von Downbeat, Latin- und HouseGrooves
freestyled sich Ralf Ilgner, so der bürgerliche Name des
Gärtners, durch verschiedene Stile und Geschwindigkeiten und fügt die
Einzeltracks zu einem knapp 80minütigen Spannungsbogen zusammen, der in
hippen Szenebars für angenehme Beschallung sorgt. Manch einem mag das zu glatt und eingängig sein, doch gerade der
Lounge-Einsteiger ist mit dieser Zusammenstellung von Tunes aus den
Studios von Parov Stelar, Gerardo Frisina, Rodney Hunter, Bai Kwong und anderen gut beraten, zumal auch Ausflüge in funkigere Gefilde nicht gescheut werden.
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 18.12.2005
Donnerstag, 16. Juli 2015
Donnerstag, 9. Juli 2015
The Dance Inc. - All Is Lost [Audiolith 17]
Das Hamburger "Zwischen allen Stühlen"-Label Audiolith mit seinem
siebzehnten Release, das sich wie auch schon die letzten Audiolith-12
irgendwo im Grenzbereich zwischen Electrohouse, Electroclash und
Indie-Dancefloor bewegt. Auf Floors aller drei Genres durchaus funktionalerweisen sich das
massive drückende "Catpurr" und der dumpf-minimal gehaltene "Catpurr
RMX" auf der A-Seite, aber auch der titelgebende ElectroRock-Stomper "All Is Lost" und das synthpop-lastige "Those Who Sleep On Roads" müssen
sich keinesfalls verstecken.
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 06.12.2005
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 06.12.2005
Donnerstag, 2. Juli 2015
Belladonnakillz - Kill Bella Donna [KFA 28]
Da ist sie. Endlich. Die Überhymne eines jeden Panacea-Sets der letzten
15 Monate. Auf 10". Stichwort: "Today - my baby's gone away...".
Klingelts? Ja? Kaufen. Sofort. File under: Drum'n'Bass goes
HappyHardcore goes grossartiger Popsong. Maximales Crossoverpotential -
müsste sowohl aufm Drum'n'Bass-Floor als auch in der Indiedisco die
Scheisse ganz fett rocken. Eigentlich gehört das auf Top 1 der Charts.
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 01.11.2005
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 01.11.2005
Donnerstag, 25. Juni 2015
Paul Van Dyk ft Wayne Jackson - The Other Side *Breaks Mix [Whitelabel]
Trance-Paule in der BrokenBeats-Rubrik und das sogar mit Absicht?
Während der A-seitige Deep Dish-Remix auf diesem Whitelabel wie erwartet
sehr in Richtung der progressiv-trancigen String-Attacken schielt und
damit eher zu vernachlässigen ist, bringt der Breaks Mix auf der
Flipside mit verträumten Pianos und hibbeligen Breakbeats ein wenig mehr
Bewegung in die Bude und eignet sich bestens für die frühen
Morgenstunden.
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 29.09.2005
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 29.09.2005
Donnerstag, 18. Juni 2015
Lil Love - Little Love [Zeitgeist]
Filterhouse-Action Galore. Cheesy bis zum Abwinken, verboten eingängig
und eigentlich deshalb schon durchgefallen. Aber irgendwas an dieser
Nummer dran, das mich den Tune mögen lässt. Wahrscheinlich sind es die
naiv-unschuldigen Vocals, die wie aus der Alles-Geht-Euphorie der frühen
Neunziger entsprungen wirken, ein dickes Lächeln auf die Lippen zaubern
und die Welt für ein paar Minuten ins Promised Land verwandeln. Bleibt
im Case.
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 29.09.2005
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 29.09.2005
Donnerstag, 11. Juni 2015
Motor - Sweatbox / Yak [Novamute]
Brett. Und was für eines. AcidRevival hin oder her - so intensiv und
nervenzehrend wie auf dieser 12" ist das lustige Zwitschern aus der
silbernen Box schon lang nicht mehr zelebriert worden. Eine ins
elektronische Nirvana spulende 303-Linie unterstützt von
massiv-klappernden Rimshots lässt hochätzende Säure durch die
Nervenbahnen des Konsumenten fliessen, um nach einem kurzen heftigen
Exzess in unerträgliche Langsamkeit umzubrechen, die manch DJ zur
Verzweiflung treiben wird. "Yak" hingegen interpretiert Pounding Techno
mit fröhlich wirkenden Elektroeinflüssen und ist ein gutes, wenn auch
nicht weltbewegendes Tool.
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 29.09.2005
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 29.09.2005
Donnerstag, 4. Juni 2015
Drumkombinat - Schlachtgesänge E.P. [Apwood Recordings 004]
Das Drumkombinat ist das gemeinsame Studioprojekt der beiden Produzenten Axel Lüers und Michael Lambart, die mit der vorliegenden 12" das landen, was mensch wohl "ein amtliches Brett" zu nennen pflegt. Die A-Seite startet mit endlosem, epischen Intro und leicht säurehaltigen
Referenzen, um dann direkt in massiven, analog klingenden Techno
umzuschlagen, der durchaus auch auf der 1993 erschienenen "Rauschen
5"-Compilation auf Force Inc. eine Heimat hätte finden können. Old skool
rules - dicker Track. Die Flipside klingt ein wenig moderner,
verpflichtet sich aber ebenfalls der rauh bollernden Schule des
ultrafunktionalen, körperlichen Tekkno, dessen Faszination sich
altgedienten Ravesoldaten sich auch 10 Jahre nach dem eigentlichen
Höhepunkt dieser speziellen Technospielart nicht entziehen können.
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 03.09.2005
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 03.09.2005
Donnerstag, 28. Mai 2015
Alka_Rex - Shapes To Phases - [Supralinear]
Alka_Rex liefern das dritte Release auf dem noch frischen Imprint Supralinear und lassen mit ihrem Album "Shapes To Phases" die Tanzflächentauglichkeit Einzug halten in den jungen Katalog des Labels. Verortet zwischen ambient floatenden Interludes, minimalem DubTechno und
einem hypnotischen, fast rituell anmutenden Flow, der den Begriff der
Trance - nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen,
flächengeschwängert-melodiösen Variante elektronischer Tanzmusik - auf
seine archaische Form zurückführt und die altbekannte Formel "Rhythmus +
Monotonie = Trance" in einer sehr puristischen Weise anwendet. Trotz
ständiger behutsamer Weiterentwicklung der Trackstruktur wird sich der
Konsument - in diesem Fall auch: Tänzer - dieser langsamen Addition von
Ideen und Einzelsounds auf dem Dancefloor nicht wirklich bewusst,
sondern lässt sich in einem dunklen Sog mitreissen, der in gewisser
Weise an jene Art von Musik erinnert, die sich einst auf dem legendären
"Record Of Breaks"-Album der Formation Psychick Warriors Ov Gaia wiederfand und schon zu einer Zeit MinimalTechno definierte bevor dieser Begriff offiziell zur Stilrichtung erhoben wurde. Ebenso wie genanntes Album ist auch "Shapes To Phases" ein absolut
zeitloses und konsequent aktuelles Tool für den DJ, der es versteht mit
seiner Selection eben nicht nur die Massen zu befriedigen sondern
missionarsgleich im selben Atemzug auch die anspruchsvollen Varianten
elektronischer Tanzmusik zu vertreten. Sprich - wer Psychick Warriors Of Gaia kennt, Taylor Dupree hört,
Plastikman mag und sowohl Basic Channel als auch Sleeparchive spielt,
ist mit Alka_Rex auf jeden Fall gut beraten.
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht in 08.2005
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht in 08.2005
Freitag, 22. Mai 2015
Egotronic vs. Saalschutz - Luxus / Nein Nein [Audiolith]
Das Hamburger Label Audiolith präsentiert seine aktuelle Veröffentlichung im sympathischen 7"-Format und kassiert damit schon vorab einen dicken Bonuspunkt. Doch auch die Musik ist äusserst sympathisch, da sie mit dem niedlich
verpixelten Coverartwork einhergehend tatsächlich als amüsanter
Amiga/Nintendo-Trash daherkommt. Wer also ein Label wie Micromusic mag, ist hier genau richtig. Auf der A-Seite rocken Egotronic im Alleingang über "Luxus", während die Kollaboration mit dem z.Zt. schwer angesagten Saalschutz
thematisch passend zum Wetter von grosser bis grösster Verliebtheit
handelt und gegen Ende des Tracks eine sehr überraschende Wendung nimmt.
Gross...
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 26.07.2005
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 26.07.2005
Donnerstag, 14. Mai 2015
Dawid Szczesny - Unheard Treats [Supralinear]
Dawid Szczesny, seines Zeichens ein noch junger Klangkünstler
polnischer Herkunft, debütiert mit seinem knapp 45 minütigen Album
"Unheard Treats" auf Supralinear, dem Nachfolgelabel von Mille Plateaux / Ritornell. In insgesamt neun sehr ambient und moody gehaltenen Tracks verarbeitet
er vorwiegend einzelne modifizierte, melodisch stimmig gereihte
Pianoklänge, bearbeitet die entstehenden Folgen und Loops anschliessend
noch einmal im Ganzen und addiert in letzter Folge leichte Rausch-,
Kratz- und Störsounds, wie mensch sie von alten, oft gehörten
Vinylplatten kennt. Diese analogen Klänge wirken auf den Konsumenten auf einem digitalen
Medium wie einer CD im ersten Moment vielleicht verwirrend, ebenso wie
das zuweilen bewusst eingesetzte Skippen, welches Liebhaber
experimenteller elektronischer Musik z.B. von den Produktionen Oval's
gewohnt sind, doch verleihen sie dem Album in finaler Konsequenz einen
sehr angenehmen Touch von Nostalgie, der dem visuellen Genuss alter
Stummfilme mit reiner Klavierbegleitung nahekommt. Die Verwendung als Filmmusik ist auch bei Szcesny nicht ausgeschlossen,
zumal dieser Begriff seiner Musik wie im Covertext beschrieben gern
zugeordnet wird, doch eignet sich das vorliegende Album sicher nicht als
banaler Hintergund für Komödien. Vielmehr erforderte es bei entsprechender Verwendung langer
Kamerafahrten, wenig Bewegung im Bild und vor allem Moll-gefärbter
Herbstszenerien, die sich im modernen und massentauglichen Kinobetrieb
leider viel zu selten finden. Prädikat wertvoll.
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 26.07.2005
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 26.07.2005
Freitag, 8. Mai 2015
Aarktika / Aaron Spectre - Ocean E.P. [Moonbunny 001]
Der Wahlberliner / Ex-New Yorker Aaron Spectre bringt mit der "Ocean E.P. das erste Release seines Labels Moonbunny an den Start und landet damit direkt auf dem Punkt. Verortet irgendwo zwischen melancholischen PostRock-Anleihen, Electronica im Sinne der frühen Boards Of Canada
und dezentem Songwriting könnte mensch das angerissene Genre wohl
treffend mit Indietronica bezeichnen und trifft damit genau so ins
Schwarze wie auch daneben. Schubladen hin oder her - Ausschau halten
lohnt sich, da diese 12" wohl in Deutschland schwer zu bekommen sein
wird...
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 01.07.2005
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 01.07.2005
Donnerstag, 30. April 2015
Tomcraft - Sureshot [Kosmo Records]
Durchaus solide Elektro-/Breakbeatkost, die der gute Tomcraft hier mit seiner neuen 12" auf Kosmo Records
abliefert. Monotone Bassline, ein paar Vocalsamples und ein an
Breakdance orientierter Beat - mehr bedarf es nicht um ein kraftvolles
Tool zu schaffen, das im richtigen Moment eingesetzt zur Waffe werden
kann. Auf der Flipside finden sich noch zwei geradlinige Interpretationen von den allgegenwärtigen Moonbootica-Jungs und dem Bremer Exportschlager Thomas Schumacher,
die den Tune zwar sauber in den Housekontext einpassen, gegen die
sperrigere Originalversion jedoch zu stromlinienförmig wirken.
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 01.07.2005
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 01.07.2005
Mittwoch, 22. April 2015
Unknown [Chavs 001]
Spassmusik nicht vollständig geklärter Herkunft, die allerdings auf dem
Tanzflur ihren primären Zweck , sprich: die kollektive Abfahrt, vollends
erfüllt. Gekreuzt werden hier Lil' Louis Klassiker "French Kiss" mit Vocals von Ursula Rucker, Superdiscount's "Fast Track" trifft auf die ekstatische Stimme von Byron Stingly und Tiefschwarz "Isssst" trifft auf unsere allerliebste Kylie.
Klingt nach Partyspass? Ist es auch. Vor allem die Kombination
Superdiscount vs. Byron Stingly schiesst den Vogel ab und sorgtfür
einige überraschte Gesichter auf dem Tanzflur. Nice.
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 01.07.2005
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 01.07.2005
Freitag, 17. April 2015
Jullander - Reworks & Continuations [Sunday Service LP 06]
Für Anfang Juli angesetzt ist die nächste Veröffentlichung des Hamburger Labels Sunday Service,
das sich wie gewohnt als sichere Bank im Dunstkreis von Indietronica,
leicht postrockigen Attituden, melancholisch getragenem Leftfield-Pop
und letztendlich auch knusprig elektronischen Remixen erweist, die zuweilen auch
auf den Tanzflur schielen. Fünf dieser erwähnten Remixe, die sich alle auf das in 2003 erschienene
Jullander-Album "Interiors" beziehen, findet der geneigte Konsument auf
vorliegender 12"/EP. Lawrence macht mit seiner Bearbeitung des
Songs "Die Yamanote-Linie" eigentlich alles wie immer - also gewohnt gut
- verliert sich allerdings noch weiter in verträumt-nebligen
Strukturen als sonst und somit den Clubkontext ein wenig aus den Augen -
Soundtrack House? Thomas Leboeg (u.a. Member of Kante & Iso68) verwandelt
"Behind The Scenes" in netten, romantischen Vocoderhouse für die späten
Stunden und Jörg Theurer spielt in seinem gemorphten "Apres
Dance" ebenso geschickt mit ravigem Elektrohouse und überraschend
gesetzten Breaks wie mit der deutschen Sprache und fügt dem Aspekt
Betanzbarkeit noch den Zusatz Humor hinzu. The Montana Files liefern im Anschluss "Luther, reformiert" in
einer sympathisch nebligen KifferHop-Variation ganz im Sinne der ersten
Pudel Produkte und Julies Etienne ergeht sich in "Der Tragödie
erster Teil" in der überbordenden Nettigkeit von plinkernden Gitarren
und seichter Elektronik was durchaus nett klänge - ohne den leiernden
Gesang... Hier wäre eine Instrumental-Version die richtigere Wahl gewesen, aber
ein schwacher Track von insgesamt fünf ist immer noch eine mehr als
akzeptable Quote.
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 13.06.2005
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 13.06.2005
Sonntag, 12. April 2015
finn. - The Ayes Will Have It [Sunday Service LP 07]
finn. also. Der Mann mit dem Punkt hinter seinem Alias heisst eigentlich und im richtigen Leben Patrick Zimmer und veröffentlicht im August sein zweites Album auf Sunday Service, den Nachfolger zu "Expose Yourself To Lower Education" und der dazugehörigen Remix-12" "Expose Yourself To Disco Education". Sein neuer Longplayer trägt den Titel "The Ayes Will Have It" , serviert
insgesamt elf warme, melancholische und stets leicht unscharfe Songs,
die im guten Sinne Pop sind, und sollte sich dank seiner langsamen
Getragenheit eigentlich zu einer perfekten Herbstplatte entwickeln,
obwohl der Gedanke an prasselndes Kaminfeuer, Rotwein und schneidenden
Nordwestwind bei zur Zeit ungefähren 35 Grad in der Dachwohnung des
Schreibers dieser Zeilen einen durchaus hohen Grad an
Abstraktionsvermögen erfordert. Der Haken an diesem schönen Stück Popmusik: finn.'s zerbrechliche Stimme
funktioniert nicht auf Anhieb sondern erfordert ein wenig Geduld, Zeit
und vor allem Ruhe, um in den Ohren des potentiellen Konsumenten mit den
vielschichtigen Klangwelten der einzelnen Songs zu verschmelzen. Nichts also für die Ringtone-Generation sondern Musik für die Erwachsenenwelt.
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 13.06.2005
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 13.06.2005
Montag, 6. April 2015
Saalschutz / The Dance Inc. - Never Mind The Remix [Audiolith]
Das Hamburger Label Audiolith, seines Zeichens zuständig für
irgendwie alles was zwischen Elektroclash, Dancefloor, Synth-Einflüssen
und Bandprojekt passieren kann, präsentiert sich auf seiner aktuellen
12" ein wenig inzestuös. Saalschutz remixen The Dance Inc. und umgekehrt, Erstgenannte werden auf einem weiteren Track von Stina Galaxina um Rhymes&Shouts ergänzt und schlussendlich darf sich Hamburg's Lieblingswonderkind Christian Harder
noch einmal über den Track "Collecting Missing Pieces" - im Original
von The Dance Inc. - hermachen und diesen nach seinem Gusto ummodeln.
Das Ergebnis aller dieser Kollaborationen und Remixarbeiten klingt wie
mensch es von einem Audiolith-Release erwarten kann - immer ein wenig
trashig, haarscharf am Hit vorbei und gerade dadurch charmant. Das
Crossoverpotential ist gewaltig und vom verhaltenen Schmunzeln bis hin
zur ausrastenden Crowd ist alles möglich. Sehr sympathisch. PS: Kann mensch allerdings auch so richtig Scheisse finden, wenn einem der entsprechende Humor fehlt.
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 15.05.2005
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 15.05.2005
Dienstag, 31. März 2015
Piepshow Compilation #00 - DJ-Set Der Afterhour im KitKatClub Berlin [Highball Music]
Der KitKatClub zu Berlin ist seit Anbeginn seines Bestehens ein
Ort der Freizügigkeit - sowohl im musikalischen als auch im sexuellen
Sinne, denn lustvolles und lustbewusstes Feiern bis in den Morgen hinein
steht hier auf dem Programm. In den frühen Morgenstunden eines jeden Sonntags startet seit über zehn
Jahren die Piepshow als offizielle Afterhour des KitKat-Wochenendes und
auch hier wird Wert auf intensive musikalische Erfahrung und animierende
Sounds gelegt, die nun nach einer Dekade des Exzesses erstmalig in Form
einer CD-Compilation auch den Nicht-KitKat-Gängern zugänglich gemacht
werden. Im Dreiergespann mixen sich die KitKat-Residents DJ Flash, Qualle und Sereno
hier durch 18 Tracks, die sich auf dem musikalischen Grat zwischen
treibendem Techno, pumpendem Progressive und dem von Corvin Dalek
geprägten Hot & Wet-Sound bewegen. Letztgenannter ist auf der Piepshow-Compilation selbstredend vertreten,
ebenso wie Eiven Major, Russian Roulette und Robert Natus' & Arkus
P.'s Floorburner "Hardcore Salsa" sowie diverse Eigenproduktionen aus
dem weiteren KitKat-Umfeld, die in dieser Kombination eine durchaus
runde Mischung ergeben. Macht sich gut in jeder Sammlung und liefert vor allem dem
Nicht-Vinylisten eine spannende Zusammenstellung von Tracks, die mehr
Wert auf musikalische Qualität als auf ein liebloses Zusammenschustern
von Hits legt. Lässt sich im Gegensatz zu vielen anderen Compilations
mit kurzer Halbwertszeit wahrscheinlich auch in fünf Jahren noch gut
anhören... Nice one.
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 15.05.2005
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 15.05.2005
Donnerstag, 19. März 2015
Why? - Sanddollars E.P. [Anticon.]
Yoni Wolf - bisher im Alleingang unter dem Alias "Why?" unterwegs
- kommt nun also als Frontmann eines vierköpfigen
Indie-/Folk-Hop-Quartets, das unter gleichem Namen agiert. Dem im Sommer erscheinenden Longplayer der Formation wird als Teaser die
vorliegende 8-Track E.P. vorangestellt, die Why?'s neuen Sound schon
vorab grob umreisst: Sprechgesang auf der Grenze zum beschleunigten
Erzählerstil über quasi auskomponierten Songstrukturen mit echten
Hooklines, die zuweilen an ziemlich spacigen California Surfrock
erinnern. Echte HipHop-Beats spielen nur noch eine Nebenrolle und dem
ein oder anderen AbstractHipHop-Head wird das wohl ein wenig zu far out
sein, allerdings erschliesst sich in der Fusion der genannten Genres ein
neues, interessantes Feld, dessen weitere Beobachtung sich lohnt.
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 10.05.2005
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 10.05.2005
Donnerstag, 12. März 2015
Noiseshaper - Rough Out There [Echo Beach]
Musik für den Sommer. Auch wenn diese Einschätzung - gerade in Bezug auf
Reggae-/Dub-beeinflusste Musik - mehr als nur ein bischen klischeehaft
klingt, schafft die Formation Noiseshaper um Axel Hirn und Flo Fleischmann,
hier unterstützt von diversen Vocalisten, mit ihrem dritten Album seit
Gründung der Band trotz tonnenschwerer Bässe ein nahezu perfekt
sommerliches Szenario, zu dem sich perfekt der ein oder andere Cocktail in
der nächsten Strandbar geniessen lässt. Genau dieses Crossover-Potential mit einer gegebenen Radiokompatibilität
im Klangbild ist es auch, die in den Augen mancher Dub-Fundamentalisten
zum selbst gelegten Stolperstein des vorliegenden Noiseshaper-Albums
werden könnte. Denn obwohl die beiden Protagonisten musikalisch dem
Konzept von Dub, Dubhouse, Steppers und Dancehall vollkommen treu
bleiben, wirkt die Produktion an manchen Stellen etwas zu glattgebügelt
und lässt eine gewisse Dreckigkeit vermissen, die Dub als Genre seinen
Reiz verleiht.
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 08.05.2005
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 08.05.2005
Freitag, 6. März 2015
Sanomat - Duck Hunt [DJF Southcoast]
Das legendäre Kölner Acidlabel DJungle Fever unter der Leitung von Dr. Walker
gebiert dieser Tage eine neue Subdivision, die sich - so zumindest das
bis jetzt bekannte Konzept - der humorvollen Seite von Acid widmen wird.
Das erste Release des DJF Southcoast betitelten Imprints kursiert dieser Tage als Whitelabel und beherbergt vier Tracks des Club Camouflage-Residents Sanomat,
die sich absehbar für längere Zeit in den Plattenkisten der Republik
einnisten werden. Während sich die A-Seite musikalisch an Clubacid der
Zeit um 1995/1996 herum orientiert und zuweilen Erinnerung an Steve
Mason's DJ-Sets jener Tage weckt ist es vor allem der Track B2, der die
humoristische Seite des Labels zum Ausdruck bringt. Über minimalen
Korsett im Poker Flat-Style und einer knarzig jackenden Bassline wird die "Heaven a place on earth"-Hookline
irgendeines 80er-Überhits einer massiven Hall- und Filterattacke
unterzogen, die jeden Dancefloor in Bewegung versetzt.
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 02.05.2005
Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 02.05.2005
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