Donnerstag, 6. Oktober 2022

Max Buschfeld - Times New Romance [Mother 004]

Nicht zwingend aufregend, aber doch durchaus effektiv nähert sich Max Buschfeld mit seiner „Times New Romance EP“ dem Thema House und spielt im Titeltrack mit einer Mischung aus reduziertem Pumpen und äußerst sexy abgewandelten Oldskool-Stabs, die Ohren und auch Herzen öffnen können und so manchen Altraver in seliger Erinnerung schwelgen lassen, ohne eins zu eins kopieren zu wollen. Uplifting hiess dieser Vibe früher einmal und auch der Remix von Rhadow & Ntfo bewegt sich in diesem musikalischen Dunstkreis, während „Home“ auf der Flipside Bronski Beat-Basslines mit smoothem (Neo)Trance vereint und im Remix sogar hymnenhaft in Richtung BrokenHouse mit Pianolicks mutiert. Fein.

8/10 Points

Gastreview für Fazemag, Ausgabe 12/2012

Donnerstag, 29. September 2022

Letherette - Featurette [Ninja Tune]

Mit den vier Tracks dieser Single kündigt sich für 2013 ein weiteres Debut-Album auf Ninja Tune an, das das aus Wolverhampton stammende Duo Andy Harber & Richard Roberts a.k.a. Letherette in den Focus der Öffentlichkeit hieven soll - auch wenn es weitestgehend rätselhaft bleibt, warum diese jetzt plötzlich die Erlösung in nebelhaft zerfiltertem FrenchHouse und süßlichen Future-R’n’B-Ergüssen finden sollte, noch dazu auf Ninja Tune, das eigentlich mit derartigem Sound bislang recht wenig am Hut hatte. Diese Platte hinterlässt Fragen, auch wenn „Wecko“ durchaus passabel verträumten Bleepstep mit Glockenspiel-Sounds fusioniert.

5/10 Points

Gastreview für Fazemag, Ausgabe 12/2012

Donnerstag, 22. September 2022

Lapalux - Some Other Time [Brainfeeder / Ninja Tune]

Verglitchte Electronica trifft auf Skweee und nebulöse Pop-Attitude, die nie wirklich zum Song wird, aber doch immer hart an der Grenze zu Selbigem operiert. Nach WitchHouse jetzt also WitchPop? Mit Einflüssen von Jazz sogar? Gemessen an der hohen Zahl ähnlich verorteter Veröffentlichungen dieser Tage könnte sich hier ein neuer Trend auftun.

6/10 Points

Gastreview für Fazemag, Ausgabe 12/2012

Donnerstag, 15. September 2022

Farbaromat - Golden Over / Over [Concorde Club Recordings]

Und auch auf diesem noch aktuellen Concorde Club-Release lässt sich eine gewissen Affinität zu frei fliessenden Trancemomenten und warmen Bassflächen nicht verleugnen, die sich hier allerdings mit luftiger DubTechno-Würzmischung und süßlichen Frauenvocals in einem Topf köchelnd präsentieren und sich auf der balearischen Terrasse genau so gut machen wie im WarmUp-Set zu einer langen Feiernacht, am besten im direkten Mix mit Telescope’s 2002er Release „So Bad“ auf Combination Records. Sweet.


8/10 Points

Gastreview für Fazemag, Ausgabe 12/2012

Donnerstag, 8. September 2022

Aparde - Eintausend Krieger [Concorde Club Recordings]

„...sind unsere Ziele nun klar definiert, wir wollen ein ernstzunehmendes Recordlabel werden.“ Ein hehres Ziel und so ausformuliert natürlich auch einer gewissen Niedlichkeit nicht entbehrend, aber was Aparde hier mit „Eintausend Krieger“ abliefert ist tatsächlich seriöser OldskoolTrance, der stilistisch einer Zeit Tribut zollt in der noch nicht zwingend wilde Arpeggios und wüste Trommelwirbel das Bild von Trance prägten sondern warm-flutende, organisch-melodische Strukturen, die am Ende einer langen Partynacht den schweißnassen Raver mit einem glücklichen Lächeln sanft in die Morgensonne entsenden konnten. Genau danach klingt sowohl der Titeltrack in Original- und Remixversion als auch „Komplex“ und es gibt wenig Zweifel daran, das ich diese Tracks in 1993/94 geliebt hätte. Und eigentlich kriegen sie mich auch heute noch auf ziemlich hohem Niveau.


10/10 Points

Gastreview für Fazemag, Ausgabe 12/2012

Donnerstag, 1. September 2022

FaltyDL - Straight & Arrow [Ninja Tune]

Mit der Single „Straight & Arrow“ liefert FaltyDL einen weiteren Teaser für sein neues Album „Hardcourage“, das in Kürze auf seinem eigenen Label Blueberry Records in Zusammenarbeit mit Ninja Tune erscheint und – so scheint es – den Anschluss an derzeit hippe Namen sucht, zu denen FaltyDL dieser Tage natürlich selbst gehört. Weicher, verspielter House mit Future Garage-Bezug sowie Remixe von Four Tet, Mike Q und Gold Panda machen „Straight & Arrow“ kompatibel mit dem Hipstermainstream, lassen an verträumte Herbstabende mit güldenen Sonnenuntergängen denken und liefern durchaus Momente zum Händchenhalten im Club, überraschen allerdings auch nicht sonderlich mit Innovation. Solider Stoff, aber kein wirklich großer Wurf.

7/10 Points

Gastreview für Fazemag, Ausgabe 12/2012

Donnerstag, 25. August 2022

Fraktus - Millenium Edition [Staatsakt]

Fraktus waren der große Hype im Vorfeld des diesjährigen Reeperbahnfestivals, gehandelt und promoted als die vergessenen Erfinder des Techno, als Bindeglied zwischen Krautrock und NDW, als Initialzündung und Einfluss für die Stadium Techno-Epigonen von Scooter und mit dem Song „Supergau“ Inspirationsquelle für Wetsbam’s „Sonic Empire“. Alles Humbug der ersten Kategorie, aber zumindest der Sound hält sein Versprechen, denn in der Musik Fraktus’scher Prägung schwingen die Genialen Dilettanten des betongrauen Berlin der Frühachtziger Jahre ebenso lebhaft mit wie die Proto-NDW jener Zeit, die sich vor allem in den Hitsingles to be „Affe Sucht Liebe“ – übrigens auch geremixt von Alex Christensen – und „Mann“ Gehör verschafft. Die Frage nach der wahren Identität der Bandmitglieder bleibt hier bewusst ungeklärt, aber wer bei einer wunderschönen Textzeile wie „Lady Godiva dein Pferd ist müde...“ immer noch darüber nachsinnt in welchem Hamburg-spezifischen Kontext ein derartiges Projekt wohl entstehen kann, dem ist an dieser Stelle auch nicht mehr wirklich weiterzuhelfen. „Jagt den Fuchs. Da ist der Fuchs.“ Ohne Worte.

8/10 Points

Gastreview für Fazemag, Ausgabe 11/2012

Donnerstag, 18. August 2022

Monokle - Saints [Ki Records]

Mit seinen noch jungen 26 Jahren veröffentlicht der in St. Petersburg beheimatete Produzent Vlad Kudryavtsev a.k.a. Monokle schon sein fünftes Album insgesamt, tritt aber mit „Saints“ zum ersten Mal mit einem Solowerk auf dem physischen Tonträgermarkt in Erscheinung und erweitert damit seine Zielgruppe erheblich, zumal die Liebhaber klassischer Electronica-Klänge in der Regel wohl zu einer Generation zählen, die nicht nur mit der Haptik realweltlicher Medien aufgewachsen sind, sondern auch in Form von Compilations wie der legendären „Artificial Intelligence“-Reihe mit entspannten, aber tiefgehenden Ausflügen in elektronische Welten jenseits der geraden 4/4 Bassdrum sozialisiert wurden. Ohne die üblichen Vertreter jener Soundwelten erneut als Referenzpunkt zu zitieren, ergibt sich ein Bild aus dem Wissen um Monokle’s Vorliebe für frühe Warp Records-Veröffentlichungen und IDM im Allgemeinen, auch wenn der IDM/Pop-Crossover „Slower“ als eher unnötiger Versuch aus dem Rahmen fällt, der zuweilen auch Bezüge zu kontemporärer Bassmusik zulässt. Diesen Track ausgenommen gibt es verdiente

8/10 Points

Gastreview für Fazemag, Ausgabe 11/2012

Donnerstag, 11. August 2022

P.O.S. - We Don’t Even Live Here [Rhymesayers Entertainment]

HipHopElectroRock. Genau in dieser Schreibweise steht es auf dem Waschzettel. „Wir wollen alles auf einmal sein“ wäre wohl eine treffendere Formulierung gewesen und so klingt P.O.S. wie eine unausgegorene Mischung aus BigBeat in den letzten Zügen, Eminem-Klonen, ein bischen Hoffnung auf Radioeinsatz und Anerkennung in der Popwelt und der Resterampe der kurzfristig erfolgreichen Crossover-Szene. Wer das jetzt wie oder warum braucht, lasse ich mal für alle diejenigen dahingestellt, die gut von gut gemeint unterscheiden können. Nach ein paar Drinks besoffen zu „They Can’t Come“ auf einem Konzert rumhüpfen erscheint mir allerdings eine halbwegs sinnvolle Beschäftigung. Deshalb dann doch noch

4/10 Points

Gastreview für Fazemag, Ausgabe 11/2012

Donnerstag, 4. August 2022

DJ Scientist - For Better For Worse [Equinox Records]

Ein überaus deepes und vor allem erstaunliches Debutalbum, das DJ Scientist hier auf Equinox vorlegt, entstanden doch die meisten Tracks in ihren Erstfassungen in den Jahren 2001 bis 2006 und wurden dann aus diversen Gründen erst mit 6 Jahren Abstand erneut überarbeitet. Musikalisch jedoch greift DJ Scientist noch viel weiter und bis in die 90er zurück und liefert mit „For Better For Worse“ ein vorwiegend Sample-basiertes TripHop / Instrumental HipHop-Album, das sich selbst vor absoluten Klassikern wie DJ Shadow’s „Entroducing“ nicht zwingend verstecken muss. Beat- und Samplezauberei in Reinkultur und mit dem Track „Autumn Leaves“ huldigt er dem Blues im TripHop ebenso ergreifend wie einst DJ Signify mit „Winters Going“ auf Lex Records. Nice one.

9/10 Points

Gastreview für Fazemag, Ausgabe 11/2012

Donnerstag, 28. Juli 2022

Two Fingers - Stunt Rhythms [Big Dada]

Nachdem ich persönlich die Two Fingers a.k.a. Amon Tobin und Joe Chapman nach ihrer 2009er Debutsingle „What You Know feat. Sway“ eigentlich ursprünglich als neue Grime-Hoffnung verbucht hatte, entwickelte sich das musikalische Schaffen der beiden Produzenten in andere Richtungen und ist jetzt mit dem dritten Album irgendwo zwischen hochkompromierten HipHop-Instrumentals, CutUp-EDM und einem brüllend lauten Echo von dem angelangt, was sich einst vor langer Zeit mal NuRave nannte. Sägezahnbässe, Glitches und stotternde Rhythmen en masse, dazu natürlich die ungezügelte Teilnahme am so genannten Loudness War und mit dem „Defender Rhythm“ lässt sich sogar noch eine weit entfernte Grime-Verortung ausmachen, auch wenn die Full On-Attitude mit einem Dauerfeuer von „sonic events per split second“ auf Dauer anstrengend werden kann. Love it or leave it, dazwischen geht bei diesem Album wohl wenig.

7/10 Points

Gastreview für Fazemag, Ausgabe 11/2012

Freitag, 22. Juli 2022

Lucas Santtana - The God Who Devastates Also Cures [Mais Um Discos]

Melancholic Listening – gibt es das schon? Wenn nicht, ist der Begriff hiermit geclaimed und Lucas Santtana’s Album das Blueprint für dieses Genre. Organische HipHop- und BrokenBeats aller Art treffen auf klassische brasilianische Musik und die ihr innewohnende Melancholie und Sehnsucht, verschmelzen dabei vollends miteinander und bilden ein natürlich wirkendes, zuweilen Jazz-durchwirktes Konglomerat, anstatt zu einem artifiziellen Skelett zu erstarren und mit aufgesetztem Exotica-Bonus zu kokettieren. Dabei hilft natürlich Lucas Santtana’s brasilianische Herkunft und seine langjährige Erfahrung mit sogenannter Fusion-Musik, interpretierte er doch schon auf seinem 2000er Debut originäre Strassenmusik seines Landes neu und mischte diese mit europäischem ElectroPop. Und auch hier geht die Rechnung auf, denn „The God Who Devastates Also Cures“ ist nicht weniger als ein fast perfektes Album für spätherbstliche Regentage, selbst wenn mensch im Regelfall mit lateinamerikanischer Musik wenig anfangen kann.

9/10 Points

Gastreview für Fazemag, Ausgabe 11/2012

Freitag, 15. Juli 2022

Anders Ilar - Elva [Shitkatapult Strike 139]

Mit seinem elften Künstleralbum und einem an diese Zahl angelehnten Produktionskonzept schliesst sich für Anders Ilar nach neun – nicht: elf - Jahren mit „Elva“ ein Kreis, veröffentlichte er doch schon sein Ambient-geprägtes Debut „Everdom“ seinerzeit auf Shitkatapult. Vom ambienten Ansatz jedoch ist hier nicht mehr übrig geblieben, selbst wenn das Album mit seinen elf Tracks und 1:11:11 Stunden Laufzeit durchaus im heimischen Ohrensessel funktioniert. Statt dessen bewegt sich der schwedische Produzent hier auf den Pfaden von klassischem Electro mit dunklen Einflüssen und Atmosphären, ganz im Sinne von Acts wie z.b. Dopplereffekt, Heinrich Mueller oder auch The Exaltics. Wer bei diesen Namen die Ohren spitzt ist mit diesem Album durchaus konsequent gut beraten, ebenso wie alle Anhänger Space Night’scher Electronica-Konstrukte, denen sich Anders Ilar im zweiten Teil des Albums verstärkt widmet.

6/10 Points

Gastreview für Fazemag, Ausgabe 11/2012

Freitag, 8. Juli 2022

Naytronix - Dirty Glow [Plug Research 130]

Mit einem seltsam verschwebten und melancholieschwangeren Titeltrack öffnet sich die Welt der Naytronix unter der Leitung von Nate Brenner, der mit diesem Projekt auf Plug Research irgendwo zwischen Shoegaze / Indie, mehrstimmigem Harmoniegesang, Filmmusik und verquerer Exotica mäandert und sich dabei nie so recht zwischen Track und Song entscheiden kann. Musik aus einer Zwischenwelt sozusagen, die es trotz vorwiegend angenehmer Klänge weder dem Konsum- noch dem Rezensenten wirklich leicht macht. Letzterer verbleibt mit fragendem Blick und vergibt leicht verwirrte

5/10 Points

Gastreview für Fazemag, Ausgabe 11/2012

Donnerstag, 30. Juni 2022

Spleen United - School Of Euphoria [Tyler Nation]

Schon wieder Dänemark könnte mensch an dieser Stelle fast sagen. In ihrem Heimatland bereits im Januar diesen Jahres veröffentlicht, sind die Titel des Album „School Of Euphoria“ seit dem in Dauerrotation im dortigen Radio – kein Wunder, definieren Spleen United mit ihrem Album doch modernen Synth- / ElectroPop für die Jetztzeit und verneigen sich mit ihren üppigen Streicherarrangements vor den ganz großen Helden des Genres, lassen auf der anderen Seite jedoch auch Stile wie Acid, Chemical Beats oder zuweilen ElectroHouse in kleinen Dosen mit einfließen und dürften damit auch in Deutschland einen schnellen Zuwachs ihrer Fangemeinde verbuchen.

7/10 Points

Gastreview für Fazemag, Ausgabe 11/2012

Donnerstag, 23. Juni 2022

LCMDF - Mental Health [FAN Records]

Wenn eine Band neben Selbsthilfeliteratur auch TLC, Weezer und die Chemical Brothers als Inspirationsquellen angibt, klingt das in erster Linie erst einmal reichlich merkwürdig. Wenn dann als zusätzlicher Einfluss noch die späten 90er und frühen 00er Jahre dazukommen wird es zumindest aus musikalischer Sicht reichlich obszön. Trotzdem erschafft das finnisch-schwedische Duo LCMDF aus dieser kruden Mischung eine angenehm angerauhte Variante aktueller Popmusik, die trotz Radiotauglichkeit Kante zeigt und sich dadurch klar vom Casting- und EDMquatsch in den Charts abhebt. Wenn die beiden Damen mit einem Track ihrer aktuellen EP einen Hit landen, sei es ihnen vom Herzen gegönnt. Erfrischend.

8/10 Points

Gastreview für Fazemag, Ausgabe 11/2012

Donnerstag, 16. Juni 2022

Knobs / Splatter - Ritual EP [Kaputt Ltd 001]

Und auch hier gibt es Techno der dunkel reduzierten Spielart, wie sie dieser Tage unter anderem von Labels wie Sandwell District, Traversable Wormhole und natürlich ihrer zahlreichen Klone propagiert wird. Es herrscht reduzierte Spannung, Hall und Reverb werden großgeschrieben ohne wirklich DubTechno zu sein und die Remixe von Coe Ter One und Luis Flores liefern Variationen im Detail während D. Carbone sich einem Grenzgang zwischen HardTechno und heruntergepitchtem Hardcore widmet und damit dem Labelnamen durchaus gerecht wird. Veröffentlicht wird das Ganze übrigens auf weißem Vinyl, aber das nur als Randnotiz nebenbei.

7/10 Points

Gastreview für Fazemag, Ausgabe 11/2012

Donnerstag, 9. Juni 2022

Secluded - Blinded [Enemy Records Ltd 008]

Amtliches Brett. Dieser Ausdruck scheint durchaus passend für die dunkel-monotone, technoide Ausrichtung dieser 12“, die neben den Originalen der Tracks „Blinded“ und „Impression“ mit Remixen von Sigha und Ray Kajioka aufwartet. Musikalisch geht es natürlich um Techno, der mit raumgreifenden Bassdrums seinen Einsatz in großen Lagerhallen fordert und dort zur späten Stunde den Kitt aus längst mürbe gewordenen Fensterfronten hämmert. Musik für industrielle Brachlandschaften.

8/10 Points

Gastreview für Fazemag, Ausgabe 11/2012

Donnerstag, 2. Juni 2022

Aubrey - Dot 1 [Dot 001]

Während Allen Saei a.k.a Aubrey im mittlerweile einundzwanzigsten Jahr seiner Produzentenkarriere mit dieser Veröffentlichung weit in der Geschichte zurückgreift, sich in Reduktion übt und allein mit einer ständig modulierten, leicht verhallten und bestätig dem DetroitTechno als auch dem Gedanken von Acid verpflichteten Synthlinie die Spannung über die gesamte Laufzeit des Originaltracks aufrecht erhält, geht Paul Mac mit seinem Remix weniger subtil an die Sache heran und übt ordentlich Druck auf die ohnehin schon hart ravende Tanzfläche aus bis wirklich niemand mehr stillsteht. Der zweite Remix hingegen kommt von Miles Sagnia und fällt im direkten Vergleich aufgrund von unausgewogenen Soundverhältnissen, einem sehr seltsamen Mixdown und einer fast unangenehmen Nähe zu Psytrance und Goa aus dem Raster. Für Original und Paul Mac gibt’s

7/10 Points

Gastreview für Fazemag, Ausgabe 11/2012

Donnerstag, 26. Mai 2022

Peja - No Feelings EP [Hidden Recordings 019]

Das in New York beheimatete Label Hidden Recordings feuert dieser Tage aus allen Rohren und beglückt auch mit dieser 12“ alle Liebhaber des druckvoll bollernden Technosunds, die großen ranzigen Industriehallen den definitiven Vorzug gegenüber kleinen hochgezüchteten Stylerclubs geben. Durchaus zu Recht, denn die Tracks auf dieser EP brauchen Räume - Platz, um sich vollends zu entfalten und der Bassgewalt der zuweilen bösartig brummenden Ravesignale Tribut zu zollen. Das kann man in dieser Form durchaus gut finden und vielen anderen Releases dieser Tage vorziehen. Sollte man vielleicht auch, selbst wenn es hier mehr um profane Funktionalität denn um wahre Innovation geht. Gute

7/10 Points

Gastreview für Fazemag, Ausgabe 11/2012