In giftigem Mintgrün mit gelben Labelsticker kommt die vorliegende 12" daher und stapft irgendwo auf der Grenze zwischen Hard Weird Experimental Techno, Hardtek und Hartcore daher. Ausgestattet mit wilden Percussionrides und leichten Acidanleihen kommt in jedem der insgesamt vier Tracks dieser E.P. Freude auf, so dass sich ein absoluter Favourite Track an dieser Stelle schlecht ausmachen lässt. Aber zumindest die Bassline auf B2 ist in der Lage so manche PA an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit zu treiben.
4/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
Dienstag, 13. August 2019
Montag, 5. August 2019
Bio[me]tricks [Sozialistischer Plattenbau]
Das hanseatische Imprint Sozialistischer Plattenbau liefert wieder einmal eines seiner beim Rezensenten beliebten Statements in Sachen Breakcore und artverwandten Sounds ab und kompiliert auf LP-Länge (limitiert auf 500 Stück, 100 davon in grünem Vinyl) insgesamt 12 Tracks von Artists wie Istari Lasterfahrer, Eiterherd, AlexDee, Low Entropy und den Yppasswdd Daemons, die jedem Fan der genannten Musikrichtung schon einmal untergekommen sein dürften. Schön abwechslungsreich das Ganze zwischen Breakcore, Postcore und Noisebreakexperimenten und auch für Neugierige geeignet.
4/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
4/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
Mittwoch, 31. Juli 2019
Littebrutalravebastards Series Vol. 2 [Dhyana Records]
Da haut der Herr Schierloh a.k.a. BidolCath, Rgyeue DF, Rembert, Giattitouch, Rapid Death Amersfoort, Anti-Zen und Leprozid Pfarrhaus mit seiner zweiten Pseudocompilation wieder einmal kräftig auf die Kacke und burned damit endgültig sämtliche Schranzköpfe dieser Welt weg. Das hier ist wirklich oberstumpfer Hardtek-/Hartkore-Acid-Noize-Wahnsinn und tatsächlich nur für kopfstarke Konsumenten mit Hang zum starken Tobak geeignet. Äusserst hitverdächtig die Titel "Rembert - Ich war 6 Jahre auf Platte (Boogie)" und "Anti-Zen - Mein Bruder War Beim Kirchentag Mix (Fuck Merzbow: Fuck Wumpscut: Fuck Noisex/dkf)"
6/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
6/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
Mittwoch, 24. Juli 2019
Insumision - La Frustration Lo Cubre Todo [Brutal Chud]
Insumision präsentiert sich auf der zwölften Katalognummer des Brutal Chud-Imprints als Vertreter der eher unfreundlich zu nennenden elektronischen Musikinterpretation. Mit viel Noise, Elementen aus Breakcore, Hartkore, Punk und Mutant HipHop gespickt und extrem dumpf abgemischten Texten geht es recht derb zur Sache und lässt dem Normalkonsumenten locker die Spucke wegbleiben. Sympathisch - die LP gibt's zum Preis einer Maxisingle.
4/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
4/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
Montag, 15. Juli 2019
Depth Charge - Robotomo / Honour [DC Recordings]
Nach seinen vorwiegend dubbigen Downbeatexkursionen der letzten Jahre erforscht J. Saul Kane a.k.a. Depth Charge neue Territorien. Fröhlich quietschende Melodien winden sich um elektroid gehaltene Epileptikerfunkbeats und bringen damit die Headz zum Nicken und die Hintern zum Wackeln. "Honour" lässt sich mit etwas Geschick und Phantasie sogar in NuSkool-Sets unterbringen und setzt dort besondere Akzente.
5/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
5/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
Dienstag, 9. Juli 2019
Troumoucha - Roadies / Road Dies [Dhyana Records]
Das Augsburger Imprint Dhyana Records ist seit jeher mit jeder neuen Veröfffentlichung ein Garant für neue, abgefahrene Musik, die in den meisten Fällen ihresgleichen noch finden muss. So auch hier. Die A-Seite der 7" - betitelt mit "Roadies" - frickelt sich durch atmosphärisch postrockige Gefilde und mündet in das brutale Krachen eines Unfalls während sich die B-Seite "Road Dies" ebenfalls irgendwie dumpf postrockend durch einen Dauerhupenalarm schleppen muss, um sich dann schlussendlich doch von einer riesigen Schicht aus Noise und Lärm überdecken zu lassen. So ham wa's gerne...
5/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
5/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
Montag, 1. Juli 2019
Markus & Kristian / Town Of Tomorrow - Hän Malli On / LXIX (Number Of Sex) [Huge Bass 002]
Aus dem fernen Finnland erreichte uns diese ultraseltene, weil auf 200 Exemplare limitierte, 7", die bei allen Freunden des Elektrosounds wahre Freudenstürme auszulösen im Stande ist. Die A-Side featured eine Coverversion des Kraftwerk-Klassikers "Das Model" in finnischer Sprache während die Flipside eher an die Baustelle um das mittlerweile eingestellte Detroiter Label Direct Beat denken lässt. Sehr schick, das.
5/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
5/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
Dienstag, 25. Juni 2019
Rocky vs. Roxy [Devon Promotions]
Bootlegfever galore. Auf dieser kongenialen 7" des garantiert nicht wirklich offiziellen Labels Devon Records grassiert die Krankheit, die in der heutigen Zeit im Allgemeinen unter dem Begriff Bastardpop beschrieben wird. Die Symptome - Dauergrinsen auf dem Tanzflur und so manches Aha-Erlebnis. Hier trifft Survivors' "Eye Of The Tiger" auf ein mir leider unbekanntes HipHop-Instrumental und auch die frühe HipHop-Queen Roxy macht über kitschigen ItaloDisco/-Electro Beats eine gute Figur.
6/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
6/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
Donnerstag, 20. Juni 2019
Randomized [Random Records]
Das französische Label Random Records setzt mit seiner Katalognummer 005 - gleichzeitig auch die erste 2x12"-Compilation des Imprints - ein Zeichen in Sachen Dark Jungle / Futuristic Drum'n'Bass, das sich sehen lassen kann. Sechs Tracks aus der Feder von hierzulande bisher eher unbekannten Artists wie No Bluff Sound, Interlope oder C-Rom nehmen den Konsumenten mit auf eine Reise in die futuristische Welt französischer Hightech-Breaks, deren Ästhetik sich mittlerweile völlig vom D'n'B des inselbritischen Königreiches unterscheidet.
5/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
5/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
Freitag, 14. Juni 2019
Rukkus - Big Fly / Aria [No U-Turn]
Auch mit der Katalognummer 031 hält sich das Labelurgestein No U-Turn an gesetzte Standards und beschert dem Drum'n'Bass-Adepten mit "Big Fly" ein lange Tunnelfahrt durch straight-technoide Landschaften mit geradliniger Twosteparchitektur, die sich hervorragend als Tool eignet. Die Flipside "Aria" hingegen setzt - an ältere Releases des Labels anknüpfend - auf massive Steppabeats mit leichtem Ameneinschlag, bedrohliche Atmosphäre und viel Druck im Bassbereich. Fette
5/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
5/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
Freitag, 7. Juni 2019
DJ Deeon - Workin' EP [Projex]
Und wieder was aus der TechnoBass- / GhettoTech-kompatiblen Ecke. DJ Deeon liefert auf Projex insgesamt sechs Trax im dumpfen Chicago-Bassment-Style ab und verwurstet dabei allerlei Samples aus der Frühzeit des Technomovements. Neben einem am gebrochenen Beat orientierten Stück herrschen hier vor allem Strukturen aus Elektro und Techno vor, die in ihrer basslastigen Machart und mit straighten Vocals versehen jede Crowd in Bewegung bringen. Nice auch für openmindete Bruchbeatadepten zur Ergänzung ihrer Sammlung.
5/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
5/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
Dienstag, 28. Mai 2019
Quoit - Session [Mirex]
Der Belgier Mick Harris a.k.a. Quoit bündelt zwei seiner druckvoll klappernden Drum'n'Bass-Exkursionen auf eine Veröffentlichung des 7"-Labels Mirex und liefert damit ein fettes Tool für experimentierfreudige Plattenreiter. "Missing" steppt relativ gerade über einem stumpf geloopten Subbass vor sich hin und fasziniert durch eben diese Monotonie während die Freunde des massiven Amenrolls mit "Device" auf der Flipside bestens bedient sind.
5/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
5/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
Mittwoch, 22. Mai 2019
LXC - Strukturbruch EP [Phantomnoise 004]
Der Leipziger Produzent LXC debutiert hier auf dem von AlexDee geführten Imprint Phantomnoise Records und lotet mit diesem - gemäss der gleichnamigen Strukturbruch-Partyreihe - die Grenzbereiche zwischen Drum'n'Bass und Breakcore aus. Hierbei bedient er sich vorwiegend Darkjungle-orientierter Beats und technoider Sounds, die, versehen mit druckvollem Bass, sowohl Junglists als auch die Anhänger des Futuristic Drum'n'Bass in Extase versetzen. Darüberhinaus als Bonus on Top - vier Endlosrillen mit D'n'B-Loops.
6/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
6/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
Donnerstag, 16. Mai 2019
Sree / Sree vs. Motif-R - Viewing Inside / The Silver Land [X-86012]
Endlich wieder ein Lebenszeichen von den Franzosen. Nach der recht minimal-futuristisch gehaltenen Katalognummer 011 bestimmen auf dieser 12" jetzt ravige Töne den Sound des wohl besten französischen Drum'n'Bass-Labels, das der Massive auch mit der Katalognummer 012 kräftig die Ohren durchpustet. Durchsetzt mit massiven Amenrolls schaut Sree als Soloproduzent in sein düsteres Inneres während die ebenfalls ravig gehaltene Kollabo mit Motif-R sich auf das Zerhackstücken des gewöhnlichen 2step-Beats einlässt und insgesamt ein wenig positiver - nicht: fröhlich! - daherkommt.
5/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
5/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
Freitag, 10. Mai 2019
E.V.A.C. - Terra [Napzzz Music 007]
Amerikanische Electro-NuBreaks entwickeln sich langsam aber sicher zu einer ernsthaften Konkurrenz für die momentan eher flächenorientierte NuSkool-Gemeinde des inselbritischen Königreiches. Dark, recht langsam und auf jeden Fall bassheavy präsentieren sich Ed Hickey & Jeremy Goldstein a.k.a. E.V.A.C. mit ihrem Track "Terra", der ungefähr in die gleiche Kerbe schlägt wie die ein paar Hefte zuvor besprochene "Hoe Magnet EP". Minimaler, elektroider und eher WarmUp-geeignet dann die Reinterpretation unter der Führung eines Herrn namens Salim Rafiq, der seinen Mix unter dem Titel "Anti-Terra-Rist Remix" veröffentlicht.
4/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
4/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
Samstag, 4. Mai 2019
[1 2 Ugly]
Nach Missy Elliott und ihrem "Get UR Freak On" wird nun der amerikanische Provinznestrapper Bubba Sparxxx zum Opfer ein Bootlegangriffs auf Drum'n'Bass-Basis und wieder ist das Ergebnis ein penetranter Partytrack oberster Güteklasse. Je nach Belieben und Bedarf ausgestattet mit massiven Amenrolls oder mit treibenden 2step-Beats gehört diese zur Zeit recht rare 12" in jedes gut ausgestattete Flightcase.
5/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
5/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
Sonntag, 28. April 2019
Totem Vibes Kru - Respect Ruzna [BZ Records 003]
Aus dem fernen Italien schwappte diese sehr spezielle Drum'n'Bass-Scheibe herüber nach Deutschland und erfreut vor allem die Anhänger deeperer Strukturen. Sehr minimal ausgelegt, mit schwebendem Vocalsample sowie orientalisch wirkenden Drums versehen, steppt die B-Side auf 2step-Beats daher während die A-Side als tricky Stepper mit bösartig quietschenden Bässen und hakender Rythmik manch unerfahreren Plattenreiter an den Rand der Verzweiflung treiben kann. Als Orientierung - passt als Tool gut zu Footmasters "Metal Gear / Unknown Terrorist".
4/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
4/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
Montag, 22. April 2019
DJ Godfather - Freak Em Down [Databass]
DJ Godfather lässt sich kein X für ein U vormachen und rockt auch mit seiner neuen 12" auf Databass kräftig und gnadenlos nach vorne. Fast ausschliesslich auf der Basis eines geloopten Elektrobreaks aufgebaut, arbeitet "Freak Em Down" mit einer nach Human Beatbox klingenden Bassline und reduziert sich desweiteren auf das einprägsame Vocalsample. "Nitty Gritty" auf B1 hingegen gibt sich im funky 4-2-the-floor die Ehre, während B2 "Who Want What?" ziemlich düster und gangstermässig rüberkommt.
4/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
4/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
Montag, 15. April 2019
Metric / Thanatos [Fear Records 002]
Urban Angst Music. Der Labelname Fear Records trifft in diesem Fall voll ins Schwarze, denn diese beiden Tracks machen definitiv nicht einmal im Ansatz Gefangene. Extrem düster und mit prügelharten Bassdrums und Snares ist es der Plan von "Metric", jeden Widerstand auf der Tanzfläche zu brechen und die Crowd in einen unkontrollierbaren Haufen von zuckenden Leibern zu verwandeln, die sich spätestens am Tag nach der Party wundern, woher denn das abgefahrene Fiepen in ihren Ohren kommt."Thanatos" auf der Flipside besteht dann zu nahezu 75% aus einem ultrafinsteren Intro, das mensch durchaus als paranoiafördernd bezeichnen darf, um dann im letzten Viertel in noisigen Drum'n'Breakcore-Terror umzukippen. So mag ich das ja am Liebsten...
6/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
6/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
Montag, 8. April 2019
Kon.Rad & Raw.Full - Hardraiser / Ministry [Trickdisc 006]
Ein wahrhaft tricky Release aus der österreichischen Trickdisc-Schmiede, das sich auf jeden Fall in den Cases eines gutsortierten Drum'n'Bass-Plattenreiters wiederfinden sollte. In Soloarbeit liefert Kon.Rad auf der A-Side einen deep-steppenden Track, der sich durch düstere Sci-Fi-Atmosphäre und geschickt gesetzte kleine Haken in den Beats auszeichnet. Die mit "Ministry" betitelte Kooperation mit Raw.Full hingegen funktioniert als straightes Tool und hält die Crowd auf jeden Fall in Bewegung.
5/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
5/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 08/2002
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