Nun ist es endlich geschafft. Nach längerer Planungsphase bringt die Wiener DJane Shroombab nun zusammen mit dem Mannheimer Produzenten Polarity ihr erstes Release auf dem ihr eigenen Imprint High Tension an den Start. Die A-Side "Stronghold" kommt schon fast tracky-technoid mit futuristischen Sounds daher und orientiert sich ein wenig an den Bassdrums des Produzenten Acen, der auf seinen letzten Releases mit einer ganz speziellen, im ersten Moment eher flach klingenden Ästhetik daherkommt, die aber dennoch extrem kickt. "Rolling Thunder" hingegen zielt eher auf die Freunde der in letzter Zeit gern und oft eingesetzten Bongosounds ab und ist weniger meine Tasse Tee. Insgesamt
4/6 Points
Gastreview für Raveline, Ausgabe 06/2002
Sonntag, 6. Januar 2019
Dienstag, 1. Januar 2019
Ekman - Tessellation Automata [Abstract Forms Whitelabel]
Limitiert auf 200 Exemplare in
schneeweißem Vinyl verleiht das ohnehin auf hohem Qualitätsniveau
agierende Abstract Forms-Label dem Begriff Eletcro in seiner Reinform
zum wiederholten Male neues Gewicht und liefert hier mit ganzen sechs
Tracks aus dem Ekman'schen Studio reduziert weltraumkalten
Roboterfunk, der in jeder Sekunde nach SciFi und einer undefinierten,
aber allzeit präsenten Bedrohung aus den Tiefen des Raums klingt.
Vor allem Tracks wie „Lucid“ oder „Space Is The Circle“
versprühen in ihrer skelettierten Form die Vorahnung eines düsteren
Szenarios, an dessen Ende nur Wenige überleben werden. Man denke nur
an die fremdartige Erscheinung der 456 genannten Spezies in
„Torchwood. Kinder Der Erde“ und ihre Existenz in hochtoxischer
Atmosphäre, die gnadenlose Forderung nach dem für sie ultimativen
High – vielleicht sind sie wirklich da irgendwo draußen und diese
Platte ist der Soundtrack zu ihrer Party. Be aware.
Donnerstag, 27. Dezember 2018
The Advent - D Sector EP [Mixworks 004 Whitelabel]
The Advent also. Als grosser Fan der
1997er LP „New Beginnings“ und ähnlich knochentrockener Electro-
und TechnoPhonk-Produktionen, die neben ihrem konsequenten
Minimalismus auch immer durch eine gewisse Form von Atemlosigkeit
bestechen konnten, habe ich naturgemäß meine Probleme mit dem Cisco
Ferreira-Sound der letzten Jahre und der New Wave of Techno, die in
meinem Augen vor allem eins ist: langsam. Auch wenn sich im
sogenannten „The Advent Main Mix“ zumindest wieder die alten
Qualitäten erahnen lassen, bleibt auch dieses Release trotz seiner
unbestrittenen Funktionalität um Meilen hinter dem Frühwerk zurück,
die auch Remixe von Jason Fernandes sowie der mittlerweile bewährten
Kollaboration The Advent & Industrialyzer nicht wieder gutmachen
können. Im Wissen darum, das die nachgeborene Feiergeneration dieser
Tage nichts mehr von vormaligen Höchstleistungen ahnt, vergebe ich
altersmilde eine mittlere Wertung.
Samstag, 22. Dezember 2018
Dompe - Get Cool [For You Ltd. 001]
Ein weiteres Promovinyl, das auf der A-
und B-Seite ominöserweise mit den gleichen Tracks aufwartet – ein
immer weiter verbreitetes Phänomen, welches sich dem Rezensenten
nach wie vor nicht wirklich erschliesst. Musikalisch geht es im
Originalmix um tief pumpenden, bassbauchigen House, der nach dem
ersten Mainbreak von einer extrem präsenten Trompetenfigur
überlagert wird und so zwar auf drogeninduzierten Berliner Afterhours
und Open Airs für feierndes Volk, nüchtern in den heimischen vier
Wänden jedoch auch für einen relativen Nervfaktor sorgt. Diesen
kann auch Andreas Schmidt a.k.a. Andy Smith auch nicht vollends
vermeiden, auch wenn er sich in seiner weicher gelagerten
Interpretation glücklicherweise mehr auf den Groove als auf das
Tröten konzentriert. Schwach.
Montag, 17. Dezember 2018
Alec Tronic - Fluffernutter EP [Whitelabel]
Recht informationsarmes und vor allem
albernes Whitelabel, das die sowieso schon nahezu unerträgliche
Witzigkeit von Polkatechno noch mit Country-artig gesungenen
Aufzählungen von Süssigkeiten zu toppen sucht. Welche Drogen nehmen
die Leute dieser Tage eigentlich in ihren Studios? Die B-Seite
liefert ähnlich wahngetriebene Samples und Soundkonstrukte auf der
Basis eher elektrotechhousiger Strukturen, die wohl nur im Karneval
oder auf der lokalen After-Afterhour der Wahl mit entsprechender
Medikation begeistert begrüsst werden. Ausfallquote 100%.
Mittwoch, 12. Dezember 2018
Farbaromat - Revision [Concorde Club Recordings 012]
DeepHouse. Mal wieder. Ein Begriff, der
dieser Tage leider viel zu oft verwendet wird, um dann doch als
Synonym für handwerklich solide, aber dennoch recht austauschbare
Stangenware in Form leicht geschwindigkeitsreduzierter House Music
zu dienen. Zwar liefert „Gallery“ mit seinen wild modulierenden,
an Laurent Garnier erinnernden Synthsequenzen durchaus energetische
Schübe für die aufregende Mitte der Nacht, setzt sich aber gegen
die Flut anderer, vergleichbarer Releases nicht genug durch, um die
Durchschnittlichkeit des Restmaterials auf dieser 12“ wettzumachen.
Semigut.
Freitag, 7. Dezember 2018
Paul Emmert - House EP [House EP]
Mit rührend unprofessionellem
Anschreiben und Verweis auf einen vor ein paar Jahren erschienenen
Roman, dafür aber mit viel (jugendlichem?) Herzblut präsentiert der
Schwalmstädter Produzent Paul Emmert vier naive, nach späten
Neunzigern / frühen Nullern klingende Discolectropop-Tunes in
Radiolänge, die sich seiner Zeit im Umfeld von Acts wie Aroma,
Märtini Brös., Trimm Dich International oder Golden Boy sicherlich
wohlgefühlt hätten, heute aber ein wenig aus der Zeit gefallen
erscheinen und damit doch den ein oder anderen Sympathiepunkt einheimsen.
Sweet Nostalgia.
Sonntag, 2. Dezember 2018
DJ Deeon - Headhunters [Databass 031]
Ohohoh. Ghetto Bass in allen Variationen wird noch ein ganz dickes Ding dieses Jahr. DJ Deeon, auch auf Projex aktiv, kommt hier mit extrem trockenem und beschleunigtem Chicago-Jack-Style, kombiniert mit den typisch dreckigen Vocals und tiefen Bässen. Vor allem die Instrumentalversion seines Hits "Tear The Club Up" auf obengenanntem Label kommt ultramassiv, aber auch die anderen Tracks sind nicht zu verachten. In diesem Sinne: Shake your ass...
6/6 Points
Gastreview für Raveline , Ausgabe 05/2001
6/6 Points
Gastreview für Raveline , Ausgabe 05/2001
Dienstag, 27. November 2018
DB+ - That Thing [Distinctive Breaks]
Gewohntermassen bewegt sich das britische Distinctive-Imprint zwischen zwei Welten. Ist das Original zu "That Thing" ein solider Techhouse-Track, der in der Breaks-Rubrik so rein gar nichts verloren hat, verwandeln die dem TCR-Umfeld angehörenden Koma & Bones den Track in einen metallischen monotonen NuSkool-Breaker, dessen Durchschlagskraft nicht einmal im Ansatz zu leugnen ist.
5/6 Points
Gastreview für Raveline , Ausgabe 05/2001
5/6 Points
Gastreview für Raveline , Ausgabe 05/2001
Donnerstag, 22. November 2018
Raquel De Grimstone - Liber Cordis Cincti Serpente [Mirex 006]
Düster schwere Kost mit reichlich Hang zum morbiden Spiritualismus präsentiert Rachel Kozak unter ihrem neuen Moniker Raquel De Grimstone auf dem jüngsten Baby des grossartigen Mirex-Imprints. Dark Ambient, soundscapistische Klänge und Breakcore - gemischt mit Texten aus der Welt des durchaus mit Vorsicht zu geniessenden Zahlenmagiers und -theoretikers Aleister Crowley ergeben ein fiebertraumatisches Gesamtes, dessen Faszination mensch sich schwer entziehen kann. Ausschliesslich für geistig gefestigte Individuen geeignet und auf keinen Fall unter Einwirkung jeder Art von Rauschmitteln zu konsumieren. Grossartige
6/6 Points
Gastreview für Raveline , Ausgabe 05/2001
6/6 Points
Gastreview für Raveline , Ausgabe 05/2001
Samstag, 17. November 2018
Like A P Hard [Whitelabel]
Da freut sich der Rezensent und die gesamte feiernde Crowd von Techno bis Hardcore gleich mit. Über hart stampfendem Techno mit oldskoolraviger Attitüde schweben die absolut ungeschlagen schönen Vocals von Popqueen Madonna's "Like A Prayer" und zaubern neben einer derben Party noch gleich ein Lächeln ins Gesicht. Gute Laune mit tonnenschweren Drums, macht definitiv Sinn und ist einfach göttlich. Mehr als
6/6 Points
Gastreview für Raveline , Ausgabe 05/2001
6/6 Points
Gastreview für Raveline , Ausgabe 05/2001
Montag, 12. November 2018
Illicit Grooves [BT 01]
Schicke Bootleg-Kost für den bassabhängigen Technoadepten, die wohl bald zu den gesuchtesten 12"es der kommenden Wochen und Monate gehören wird. Also Augen auf beim Plattenkauf! Denn hier trifft Timo Maas' dröhnendes "Ubik" auf die Vocals von Kosheen's "Hide U" und sorgt nicht nur für mächtig Druck im Subbass-Bereich sondern darüberhinaus für allerhand Party auf dem Tanzflur. Auch auf der B-Seite wird "Hide U" noch einmal durch den Bootlegwolf gezogen - hier entzieht sich allerdings der Name des Originaltracks der Kenntnis des Renzensenten. Gibt trotzdem
6/6 Points
Gastreview für Raveline , Ausgabe 05/2001
6/6 Points
Gastreview für Raveline , Ausgabe 05/2001
Mittwoch, 7. November 2018
Rude-Ass Tinker Remix / Rudeboy Remix [Suburban Trash]
Unhappy Hardcore meets Rudebwoy Terrorism. Auf dem frischesten Release des Suburban Trash 7"-Offsprings trifft eine wilde Mischung aus Hellfish & Producer alike'm Hartcore auf melancholischen 80s-Pop und extrem verstörten Breakcorejungle auf geschätzten 200bpm und sorgt für begeistertes Zucken auf derart orientierten Dancefloors. Für den Rude Boy Remix zeichnet übrigens DJ Scud verantwortlich.
6/6 Points
Gastreview für Raveline , Ausgabe 03/2002
6/6 Points
Gastreview für Raveline , Ausgabe 03/2002
Samstag, 3. November 2018
Wreck - Hoe Magnet EP [Napzzz Music]
Die "Hoe Magnet EP" also. Wie der Name dieser mit drei Tracks
ausgestatteten 12" schon nahelegt, geht es hier im elektroiden Kontext
mit gebrochenen Beats zur Sache- Äusserst minimal gehalten und mit
tiefen Bassfrequenzen versehen lassen sich Vergleiche mit The Advent
durchaus anstellen, doch auch Labels wie Electrix und Produzenten wie
Keith Tucker sind nicht sonderlich weit entfernt zu Hause. Furztrocken
und gut.
4/6 Points
Gastreview für Raveline , Ausgabe 03/2002
4/6 Points
Gastreview für Raveline , Ausgabe 03/2002
Montag, 29. Oktober 2018
[Tribe 024]
Raviges D'n'B-Whitelabel mit verdammt eingängigen Vocals, die diesem informationslosen Track zweifelsohne Hit- und Grossravequalitäten verleihen. Doch auch im Clubkontext rockt die Katalognummer 024 des Tribe-Imprints gut nach vorne los und sollte sich in den nächsten Wochen in jeder gutsortierten DJ-Kiste wiederfinden.
5/6 Points
Gastreview für Raveline , Ausgabe 03/2002
5/6 Points
Gastreview für Raveline , Ausgabe 03/2002
Mittwoch, 24. Oktober 2018
Parasite - Baby 9mm [Damage 002]
Lange erwartet, hier nun die zweite Veröffentlichung des Peace-Off-Schwesterlabels Damage, das auch in diesem Fall mit der absoluten Zerstörung konventioneller Drum'n'Bass-Strukturen in Richtung Noize und Breakcore vollends überzeugen kann. Insgesamt neun Tracks und absolut geeignet für alle, die den Distortion-Knopf an Soft- und Hardware durchaus zu schätzen wissen. Kaputt!
5/6 Points
Gastreview für Raveline , Ausgabe 03/2002
5/6 Points
Gastreview für Raveline , Ausgabe 03/2002
Freitag, 19. Oktober 2018
Rotator - Chicken Boogie / Help Me To Keep Up Destruction!!! [Brokyln Beats]
Get ready for some motherfuckin' Noizebreaks. Während "Help Me To Keep Up Destruction!!!" irgendwo zwischen paranoiden Breakbeats und zerschreddertem Fuck-Off-Big-Beat auf unteren Geschwindigkeiten schon keine Gefangenen mehr macht, ist der "Chicken Boogie" des französischen Acts Rotator, der dem Peace Off-Umfeld angehört, eine zu 100% tödliche Uptempo-Waffe in Sachen Ragga-Breakcore-Jungle. Killah!
6/6 Points
Gastreview für Raveline , Ausgabe 03/2002
6/6 Points
Gastreview für Raveline , Ausgabe 03/2002
Sonntag, 14. Oktober 2018
Bit_Meddlers - Shitmix 2000 [Planet µ]
'The new birth of uncool' oder 'wie mache ich die Charthits der frühen Neunziger wieder credibil, ohne dabei peinlich zu sein?'. Die Bit_Meddlers verwursten auf vorliegender Promo 12Inch Bits und Pieces aus Tracks wie "The Power", "Ice Ice Baby", "Jump" und "Get Ready For This" und anderen Knallern ähnlicher Qualität, cutten sie mit Funkstörung-aliker Ästhetik über vollkommen zersplitterten Beats zusammen und schaffen damit den erste Pop-Elektronik-Konsenstrack seit Aphex Twin's "Windowlicker".
6/6 Points
Gastreview für Raveline , Ausgabe 03/2002
6/6 Points
Gastreview für Raveline , Ausgabe 03/2002
Dienstag, 9. Oktober 2018
Cervo Boys - Porteghetto EP [Cervo Boys]
Yeah, ItaloDisco meets Aphex Twin und ist damit schon einer der heissen Kandidaten für den Konsenshits des noch jungen Jahres, der sowohl die Elektronikfraktion als auch die kompromisslosen Anhänger des fast schon nervigen 80s Revivals befriedigen kann und darüberhinaus noch extrem gute Laune stiftet. Grossartige 10" im trashigen C64-Pixelcover. Kaufen!!! Sofort!!! Jeder!!!
6/6 Points
Gastreview für Raveline , Ausgabe 03/2002
6/6 Points
Gastreview für Raveline , Ausgabe 03/2002
Donnerstag, 4. Oktober 2018
Aquasky - Badlands / Sucker Punch [Sonix 005]
Aquasky entfernen sich mit der 005 ihres hauseignen Sonix-Imprints wieder ein wenig vom vordergründigen Drum'n'Bass mit Raveappeal und lassen wieder düsterere Elemente in ihren Sound einziehen, was jedoch nichts an der Partytauglichkeit der Tracks ändert. Vor allem "Sucker Punch" entwickelt massig Druck und sorgt für Jubelschreie im Club...
6/6 Points
Gastreview für Raveline , Ausgabe 02/2002
6/6 Points
Gastreview für Raveline , Ausgabe 02/2002
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