9 /10 Points
Samstag, 23. August 2014
Crime Scene - Jam The Box EP [Crime City Records 004 Promo]
Rohen, kraftvollen Chicago House in
seiner dreckigsten und gleichzeitig verführerischten Variante
präsentiert uns Crime Scene mit diesen drei Tracks auf seinem
Hauslabel Crime City, die – ohne zwanghaft die Retrokarte zu
spielen – den geneigten Hörer allein durch ihre vollanaloge
Produktion und ungestüme Energie zurück in die guten alten Tage von
Warehouse, Power Plant und Music Box teleportieren,deren Ästhetik
auch heute noch nichts von ihrer Faszination verloren hat. Jam it!
Samstag, 9. August 2014
Stefan Goldmann- Empty Suit [Transit Records Kyoto 002]
In Lizenz von Stefan Goldmann's eigenem
Label Macro Records veröffentlicht Transit Records Kyoto den
treibend technoiden Banger „Empty Suit“ noch einmal für den
japanischen Markt auf Vinyl und sorgt mit dieser knarzigen
Primetime-Waffe nicht nur im asiatischen Raum für den totalen Abriss
auf dem Dancefloor. Auf der Flipside findet sich dann eine bisher
unveröffentlichte „Version“ des Titeltracks, die sich – ganz
dem originären Sinne des Wortes gemäss - an eine etwas
reduziertere, von trockener Soundästhetik geprägte, aber nicht
weniger fordernde Neuinterpretation wagt. in deren Kontext den
wenigen organischen Chords ein nahezu erlösendes Moment innewohnt,
das dank der konsequenten Steigerung innerhalb des Tunes das
Heilsversprechen jedoch schlussendlich bewusst nicht einlöst und den
Floor final kurz vor der Klimax in den nächsten Track entlässt.
8 / 10 Points
Montag, 4. August 2014
Nils Noa - The Jaguar [Troll Records 023 Promo]
Auf seinem, zusammen mit Christian Sol
geführten, eigenen Label Troll Records veröffentlicht Nils Noa
Anfang Februar seinen „The Jaguar“ und liefert damit ein
Meisterstück in Sachen tiefenhypnotischem, leicht progressiv
rollenden House einer Spielart, die mensch durchaus auch auf den
Tanzflächen US-amerikanischer Städte wie New York oder Miami zu
schätzen weiss. Mit Druck in den unteren Frequenzen, jazzigen
Chords, sparsam eingesetzten Cowbells und einem extrem prägnanten
Chorsample schraubt sich der Titeltrack in Original und Dubversion
über jeweils 7+ Minuten, fügt sich im Set perfekt zwischen
Klassiker der Ibadan-Schule und macht sich auch perfekt als
Folgetrack zu Laurent Garnier's Innervision-Überhit „Back To My
Roots“, während der Remix aus der Feder des Projektes Mongolian
Jet Set ungeahnt verschobene Detroit-Qualitäten freisetzt und auf
den letzten Metern zu einer wahren Hymne mutiert. Der Uno Mas-Remix
hingegen entpuppt sich als gutlauniger PianoHouse-Exzess für die
Primetime und Alex Jangle bedient in seiner Neubearbeitung die
TechHouse-Fraktion mit leicht tribal'esquen Anleihen. Nice one.
Empfohlen.
9 / 10 Points
Montag, 28. Juli 2014
Chizh - New Day [Plus Seven Records 002 Promo]
Das in Moskau beheimatete Label Plus Seven Records liefert mit seiner zweiten Vinylveröffentlichung aufs extremste heruntergepitchten Beatdown-Sound, der trotz seiner Geschwindigkeit unterhalb der 100bpm Grenze einfach nur schiebt wie Sau. Allen voran das auf A1 platzierte „Buyabike“, das mit seinen trippigen Acidlines und prägnanten Vocalsamples zum Höhepunkt in jedem Armchair Techno-Set der nächsten Monate werden könnte. Der Titeltrack hingegen widmet sich einer 303-lastigen Variation von Beatdown Soul, während sich „Get Down“ - natürlich ebenfalls Acid-affin – in rohem, gedrosselten und hormongetränkten ChicagoFunk ergeht. Final widmet sich auf B2 dann Dr. Cut's als Remixer dem Tune „Ed Friend“ und erinnert mit seiner unbearbeiten, von Claps getragenen Soundästhetik an AcidHouse-Wahnsinn auf Morphium. Nice one.
9/10 Points
9/10 Points
Samstag, 19. Juli 2014
Ricardo Baez - Sweat EP [Toy Tonics 013 Promo]
Mit den drei Originaltracks und zwei
Remixen auf seiner zum Jahresende erschienenen „Sweat EP“ legt
Ricardo Baez nicht nur seine zweite Single auf Toy Tonics und seine
zweite Veröffentlichung überhaupt, sondern auch ein fulminantes
Lehrstück in Sachen ClubHouse-Adaption der frühen neunziger Jahre
vor, die vor allem bei den klassischen Melodieläufen von „We Come
Around“ mehr als einmal an legendäre Crossover-Tunes wie Crystal
Waters' „Gypsy Woman“ erinnert, während der Remix von Jaymo &
Andy George elegische Flächen mit treibenden Future
Garage-Versatzstücken kombiniert.“Sweat“ hingegen versprüht
verspielt deepen End-80er NYC-Charme mit gniedeligen Funkbässen und
albernen, höchst wirkungsvollen Breakdowns, wird jedoch vom
„Dancefloor“ auf der ekstatischen HiNRG Hardbag-Spur von links
überholt, der im Remix zusätzlich mit glitzerndem Vocaleinsatz
glänzt. Gross.
9 / 10 Points
Montag, 14. Juli 2014
Charalambides - Unknown Spin [Kranky Promo]
Der Klang der Wüste ist der Klang der Einsamkeit. Vor allem diese spiegelt sich
in den vier Tracks des neuen Charlambides-Albums "Unknown Spin" wieder, die sich
zusammen über eine Laufzeit von fast 60 Minuten erstrecken. Verhallte, einzeln
angeschlagene Gitarrensounds, stimmlose Vocals und vor allem viel Raum zur Entfaltung des Nichts. Improvisierter Minimalismus, Soundtrack zu endlosen Stills am Strassenrand
verdorrender Skelette - einst lebende Wesen, die einem der selten vorbeirauschenden
motorisierten Vier- oder Mehrbeiner zum Opfer fielen. Vielleicht Ambient, vielleicht Filmmusik - aber mit ziemlicher Sicherheit etwas von Beidem. Grossartiges, jetzt
wiederveröffentlichtes Material des Duos Christina & Tom Carter, das ursprünglich
als "Limited to 300"- Issue ihres eigenen Labels Wholly Other erschien und nun
erstmals einer grösseren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Recommended.
Originalveröffentlichung 13.12.2003 via nitestylez.de v1.0
Mit Dank an archive.org
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Mittwoch, 9. Juli 2014
A Band Of Crickets - Ask What It Is! [Behind The Black Curtain Records Promo]
Verortet zwischen den Echos von Dub und
Dubstep, den klagend, ätherischen Gesangslinien von Künstlerinnen
wie Björk oder Beth Gibbons und den nebelverhangenen Resthängen von
TripHop / Downbeat schwebt A Band Of Crickets mit ihrem Debutrelease
durch massive posturbane Basswelten, die trotz extrem verhaltenen
Tempos den Dancefloor durch blosse PRÄSENZ in schwingende Bewegung
versetzen, während der Closing Tune „Hot Slugs On Acid“ einen
Ausflug in Richtung jazzinfizierte Funky Breaks wagt. Sehr gut. Sehr
frisch.
9 / 10 Points
Samstag, 28. Juni 2014
Enduser / Strident Vortx / Main$stream / Bong-Ra [Bruchstellen Records 001 Promo]
Mit einer Doppel-7" in liebevoll designter Verpackung wagt
das Hamburger Label Bruchstellen Records unter der Führung des Vinylreiters Anonüm den Schritt ins Breakcore-Business und überzeugt sowohl durch Vielfalt als auch durch Qualität des ersten Releases. Die vier Tracks aus der Feder von Enduser, Strident Vortx, Main$tream und Bong-Ra decken quasi das gesamte Spektrum des kontemporären Breakcore ab - von athmosphärischen Listening-Konstrukten bis hin zu Highspeed-Breaks mit Eurythmics-Samples und Ragga-Toasting ist alles dabei was das Herz des Adepten begehrt - Ausschau halten und kaufen ist angesagt!
Originalveröffentlichung 02.01.2004 via nitestylez.de v1.0
Mit Dank an archive.org
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Samstag, 21. Juni 2014
Echo Inspectors - Apparition [Primary (Colours) Promo]
Mittlerweile dem reinen Geheimtipstatus
entwachsen liefert das in Australien beheimatete Imprint Primary
[Colours] auch mit dieser auf 200 Kopien limitierten 12“ der Echo
Inspectors wieder DubTechno auf gewohnt hohem Qualitätslevel.
Gepresst auf gelb-transparentem 180 Gramm-Vinyl findet sich die
Bassdrum auf der A-Seite erst nach einem langgezogenem, nahezu
ambient-schwebenden Intro ein und trägt die reduziert hallenden
Chords samt musikalischer Peripherie im weiteren Verlauf sehr
leichtfüssig über die Restlaufzeit. Auf der Flipside widmet sich
dann Dean DeCosta als Remixer einer „Apparition“-Neuinterpretation,
verleiht dem Track ein wenig mehr Druck durch bestimmteren
Bassdrum-Einsatz und fordernd gefilterte Hallfahnen, orientiert sich
jedoch nachwievor an der Prä-Primetime-Attitüde des Originals und
liefert so eine Variation für die zweite Phase des WarmUp. Gute
7 / 10 Points
Samstag, 14. Juni 2014
Corvin Dalek - I'm A Dalek [Flesh Promo]
Corvin Dalek, der Protagonist und Vorreiter der Wet & Hard-Bewegung,
präsentiert mit "I'm A Dalek" nun sein Debut-Album auf Flesh. Aufgebaut
und komplett wie ein in-one-go-DJ-Mix produziert, enthüllt Mr. Dalek die dunklen Abgründe seines Inneren und lässt mit seinen sexuellen Fantasien kein Auge trocken. Musikalisch bewegt sich der komplette Longplayer wie gewohnt zwischen treibendem, dunklen TechHouse und UK-orientierter Progressive Trance mit perkussivem Einschlag. Straightes Dancefloor-Futter also, das nicht eine Minute Verschnaufpause erlaubt...
Originalveröffentlichung 13.12.2003 via nitestylez.de v1.0
Mit Dank an archive.org
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Donnerstag, 5. Juni 2014
Positive Divide - Inside Up EP [Head Kicks Records 003 Promo]
Bereits im Dezember erschienen
erreichte die Promo der dritten Head Kicks Records-Veröffentlichung
die redaktionellen Räumlichkeiten mit einiger Verspätung, schreit
aber dank ihres fordernden Hardbag House-Appeals nahezu nach einer
nachträglichen Besprechung. Eine derart stampfende und gleichzeitig
in schillernden Farben glitzernde Houseinterpretation wie die des
inselbritischen Produzenten Steve Lee a.k.a. Positive Divide ist dem
Rezensenten an dieser Stelle lang nicht mehr begegnet und wäre
dieser Tage wohl aus deutschen Landen kaum denkbar. Dabei kann
offensive Feierei und „Gude Laune“ in dieser Form verdammt viel
Spaß machen. Daher gibt’s dicke
9 / 10 Points
Mittwoch, 28. Mai 2014
[Alphacut 002 Promo]
Leipzig ist die Heimat des Labels Alphacut, das es sich unter der Führung von DJ und Produzent LXC zur Aufgabe
gemacht hat, Drum'n'Bass / DarkJungle in Deutschland durch Förderung neuer Talente auf das
nächste Level zu heben. Auf der A-Seite kooperiert Labelhead LXC mit dem in Thüringen
beheimateten New Talent MZE - Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist eine Fusion aus
intelligent steppenden Beats und Full Impact-Ravesignals, die auf zukunftsorientierten Dancefloors ihre Wirkung nicht verfehlen sollte. Auch Hi-Lar besinnt sich mit seinem Track
"Prod 55" auf steppende Beatstrukturen mit abstraktem Einschlag, die mit
"Mental" Sounds konterkariert werden. Ein Track für Menschen, die gern zu alten Photek- oder Source Direct-Scheiben tanzen. Schlussendlich liefert auch HP Stonji einen Beitrag zur Alphacut 002 ab und ergeht sich dabei weitab von jeglicher Tanzorientierung in
einem elektroid-minimalen Entwurf von hochkomprimiertem Drill'n'Bass. Braindance für Spulwürmer..
Originalveröffentlichung 22.11.2003 via nitestylez.de v1.0
Mit Dank an archive.org
Originalveröffentlichung 22.11.2003 via nitestylez.de v1.0
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Samstag, 24. Mai 2014
Various Artists - Song Of The Silent Land [Constellation Records]
1996 in Montreal gegründet, um der dortigen Punk- / Experimentalmusik-Szene Heimat und Plattform zugleich zu sein, ist Constellation Records mittlerweile das Zuhause so
unterschiedlicher Projekte wie Silver Mt. Zion, Black Ox Orkestar, Godspeed You! Black Emperor, Elisabeth Anka Vajagic, Polmo Polpo und vieler anderer, die hier jeweils einen Beitrag zur zweiten Compilation der Labelgeschichte beisteuern. Das musikalische spektrum
bewegt sich hier von totaler Melancholie mit irgendwie geartetem Folk-Einschlag über PostRock-affine Sounds bis hin zu noisigen Gitarren-Feedback-Wänden mit freier struktur, die
den Konsumenten extrem fordern, aber dennoch nie wirklich anstrengend oder unangenehm
werden. Diese Vielfalt ist es, die nicht nur Constellation Records an sich auszeichnet,
sondern auch "Song Of The Silent Land" für Nicht-spezialisten interessant
macht... Herausragend und unbedingte Anspieltips: Elizabeth Anka Vajagic - "The Sky Lay Still"; Black Ox Orkestar - "Toyte Goyes In Shineln".
Originalveröffentlichung 17.08.2004 via nitestylez.de v1.0
Mit Dank an archive.org
Originalveröffentlichung 17.08.2004 via nitestylez.de v1.0
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Samstag, 17. Mai 2014
Iron Curtis & Leaves pres. SMPL - Hello Ada! [Black Key Records 008 Promo]
Dem Horizont entgegen in Richtung
DeepHouse mit verwaschener, leicht daddeliger Attitüde, analogen
Strings und rohen, unbearbeiteten Claps und Rimshots spult sich das
„Hello Ada!“-Original über eine von Gesamtlaufzeit von fast 450
Sekunden, verliert sich aber final zu oft in verjazzten Ansätzen und
kurz aufblitzenden Ideen, um vollends zu überzeugen. Statt dessen
bleibt das Original im fortgeschrittenen WarmUp stecken, versetzt die
Hüften dank scharfer HiHats in Bewegungsbereitschaft, kann aber
mangels final ausformulierter Sequenzen nicht voll überzeugen.
Besser dagegen dann die „Youandewan Version“, die sich konsequent
auf analoge Deepness konzentriert und auf den Tanzflächen von
rotplüschigen Mikroclubs für die nötige Herzenswärme sorgt, hier
allerdings auch nicht über gewohnte Standards hinausgelangt.
6 / 10 Points
Samstag, 10. Mai 2014
Electro Atomu - Four Cubes In A Room [Farbe 1]
Mit "Four Cubes In A Room" legt der umtriebige Kölner Produzent Electro Atomu, der unter anderem zusammen
mit FM Einheit Projekte verfolgt, sein erstes Album vor, welches - schon rein stilistisch
betrachtet - vor einigen Jahren perfekt trotz vorhandener Downbeat-Referenzen in die Plattenkiste jedes Ambient-DJ's gepasst hätte. Vorhandene Unschärfe im Sound, viele Frickeleien in den organisch klingenden Beats, immer wieder weite Hallräume und trotzdem
groovy - so locken die kurzen, zuweilen skizzenhaft anmutenden Tracks mutiges und
bewegungskoordiniertes Volk auf die Tanzfläche und lassen die eine oder andere Referenz
an das Werk der mittlerweile scheinbar verschwundenen Computerjockeys erahnen. Fein.
Originalveröffentlichung 13.12.2003 via nitestylez.de v1.0
Mit Dank an archive.org
Originalveröffentlichung 13.12.2003 via nitestylez.de v1.0
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Freitag, 2. Mai 2014
Kris Wadsworth - Uranus 333 [KW333 Whitelabel Promo]
Mit diesem handbestempelten,
informationslosen Whitelabel geht Kris Wadsworth' limitierte
„Uranus“-Reihe in die dritte Fortsetzung und beschert vor allem
Liebhabern dunkel dräuender, dumpf knorrend minimalistischer
Technotöne in feuchten, zu semilegalen Veranstaltungsorten
umfunktionierten Kellern eine funktionale Abfahrt, der es trotz
technischer Konsequenz nicht an Humor und vor allem Phonk mangelt,
der sich auf der B-Seite dieser 180Gramm-Vinylscheibe sogar
überraschend an Garage-erprobten Vocalsamples bedient. Dicke
8 / 10 Points
Montag, 21. April 2014
Electric Kettle - Faster Ceremony & Ultra Discipline [Hurry Up Limited]
Positive Breakcore - ja gibt's denn das? Scheinbar schon, denn Electric Kettle swingt auf seinem Mini-Album "Faster Ceremony And Ultra Discipline" auf
dem Peace Off-Sublabel Hurry Up Limited recht gutgelaunt und immer mit Tongue-In-Cheek
durch insgesamt neun Tracks, die der normale Musikkonsument wohl eher als unkoordinierten Lärm denn als Musik definieren würde. Doch täuscht dies, vielmehr verstecken sich hier
neben gesunder Härte eine Menge verspielter Beat-Tricksereien und liebevoll
zusammengesuchte Samples, die den Beweis dafür antreten, das Humor auch im Breakcore
durchaus angebracht ist. Watch out for dis one.
Originalveröffentlichung 16.02.2003 via nitestylez.de v1.0
Mit Dank an archive.org
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Donnerstag, 17. April 2014
Fumiya Tanaka - Dark Pad [Perlon 098 Whitelabel Promo]
Der japanische Produzent Fumiya Tanaka
gilt vielen nicht ohne Grund als asiatischer Grossmeister des
trockenen, funktionalen Minimalismus und meldet sich dieser Tage mit
seinem zweiten Release auf dem eben jenem Sound zugeneigten Label
Perlon zurück. Vier vollkommen unaufgeregte Tracks auf Doppelvinyl,
getragen von ihrer epischen Laufzeit und den damit einhergehenden
Mikroverschiebungen, musikalisch niemandem verpflichtet ausser dem
Groove und geeignet für all diejenigen, die sich im Club der Wahl
gern von den Zwängen der üblichen Zeitwahrnehmung befreien lassen.
Auf den Seiten A bis C findet sich der Soundtrack für endlose
Afterhours während sich mit „Thank You“ auf der abschliessenden
D-Seite noch eine Prise jazziger Phonk versteckt hält.
7 / 10 Points
Donnerstag, 10. April 2014
Thu20 - Live In Groningen [Stichting Mixer]
Thu20 ist das lose Kooperationsprojekt der Experimentalmusiker Roel Meelkop, Peter Duimelinks, Sjac Van Bussel und Ios Smolders, die sich in unregelmässigen Abständen in dieser Formation zu Wort oder besser zu Klang melden, um sich der elektroakustischen Klangforschung zu widmen. Hier präsentieren sie auf dem dieser Tage umtriebigen Label Stichting Mixer eine editierte Live-Fassung ihres Konzertes beim Casa Electronica-Festival
in Groningen / Holland. Sehr abwechslungsreich, immer am Rand des Konkreten vorbei [Was
war das noch? Schon vorbei.] arbeiten sie sie sich scheinbar frei an einer losen Variation
von Klängen ab, die zum Teil massiv auf den Hörer einstürzen, dann auch wieder fein
ziseliert säuseln und immer ein Gefühl des Bekannten hinterlassen. Fragmente einer Welt,
die zwar existiert im Realen, dann doch wieder durch ihren Zerfall in Mikrosekunden, in
minimale hervorspringende Soundfetzen irreal, schemenhaft wird und dadurch den Konsumenten
in eine nicht-geahnte innere Unruhe versetzt.
Originalveröffentlichung 10.01.2003 via nitestylez.de v1.0
Mit Dank an archive.org
Originalveröffentlichung 10.01.2003 via nitestylez.de v1.0
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Freitag, 4. April 2014
Teledubgnosis - Magnetic Learning Center [Word Sound]
Das New Yorker Illbient-Dub-Mutant HipHop-Imprint Word Sound präsentiert
sich in 2003 - nach längerer Phase des Schweigens - wieder äusserst umtriebig und
schickt mit Teledubgnosis ein neues Projekt ins Rennen, das mit seinem ersten Release
vollauf zu überzeugen weiss. Aufbauend auf tief-frequenten, aber immer äusserst
organischen Bassrides schichten die Protagonisten des Projekts - namentlich Ted Parsons, Jason Wolford und Tony Maimone - eine Melange aus Roots-orientierten Riddims, spooky Noises und sporadisch zischenden Radio- oder Scanner-Samples, gespickt mit diversen
orientalisch anmutenden Sounds. Wie immer bei Word Sound-Releases klingt das extrem
spannend, teils düster und paranoid und ist sicherlich nicht unbedingt das geeignete Futter für zartbesaitete Gemüter. Alle anderen jedoch dürfen die vorliegende CD getrost
in ihren Plattenschrank stellen. Nice.
Originalveröffentlichung 08.05.2003 via nitestylez.de v1.0
Mit Dank an archive.org
Originalveröffentlichung 08.05.2003 via nitestylez.de v1.0
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