Samstag, 12. September 2015

DJ G-I-S - Mad As Hell (The Panacea Rmx) / Arkon - The Wired [Intransigent Rec. 005]

Das fünfte Release des Nieder-Olmer Drum'n'Bass-Imprints Intransigent Recordings unter der Führung von DJ G-I-S und gleichzeitig das erste, das einen bereits auf dem Label veröffentlichten Track als Remix enthält. DJ G-I-S' "Mad As Hell" von der Intransigent 002 wird hier von The Panacea noch einmal neu bearbeitet, der den Tune mit nervösen Beats, überbordenden Basslines und diversen Hardtrance-/Happy-/Ravemelodien nach seinem Gusto transformiert. Auf der Flipside debutieren Arkon mit einem druckvollen Tune mit Primetime-Attitude auf Intransigent, der jedoch mangels einer gängien Hook oder eines prägnanten Samples nicht über den Status eines guten Tools hinauskommt.
7/10 Points

Gastreview für Future Music , veröffentlicht in 05.2005

Freitag, 4. September 2015

Shackleton / Appleblim - Majestic Visions / Cheat I / Girder [Skull Disco 002]

Mit seinem zweiten Release stellt das Londoner Imprint Skull Disco unter Beweis, das seine mit der Katalognummer 001 in die Welt hinausgetragene Vision von MythStep und Ritual Grime auf einem sehr soliden Fundament steht und stellt sicher, das der Ruf dieser neuartigen Dubstep-Spielart nicht ungehört in den Weiten des Genredschungels verhallt. Shackleton's "Majestic Visions" sind auch auf diesem Release getragen von einem mächtigen organischen Bassfundament und Voodoo-artigen Percussions, die auf verschiedenen Ebenen ein loses Beatgerüst aufbauen, auf dem wiederum ein melancholischer Akkordeonsound verschwebt, während Appleblim sich mit seinen beiden Riddims näher am Dubstep bewegt, diesen mit Elektronika-Einflüssen vermengt und dank knarziger Basslines auch im Halfstep-Tempo den Tanzflur beglückt. Slow Motion Bangers!

Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 01.04.2006

DJ Narrows - Kik-Daan-Ya-Door [Storming Productions 006]

Das mittlerweile sechste Release auf Storming Productions, das vorab schon auf der Mix-CD "Back To The Underground" Aufsehen erregte, liefert allen Freunden des düsteren SpeedGarage / 4Beat neues Futter. Dunkel, treibend und technoid ist "Kik-Daan-Ya-Door" im Original ein fettes DJ-Tool, während der Dubchild den Titeltrack mit seinem Remix auf B2 in ein hartes Grime-Gewand kleidet, während der B1 "Hardcore (Take Me Higher)" musikalisch zwischen Oldskool-Breakbeats und 4Beat pendelt. 

Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 01.04.2006

Mittwoch, 26. August 2015

Tadox pres. S-Tunes - Spider On Your Head [Composure 023]

Dreimal straightforward Techno legt Tadox auf der aktuellen Single des Labels Composure vor und landet mit "Get Down" dank eines prägnant kreischenden Signals und upliftender Bassline direkt einen veritablen Hit, der sich aufgrund seines Wiedererkennungswertes in den Ohren des feiernden Volkes festsetzen wird. "Spider On Your Head" und "Can't Get Enough" liefern hingegen soliden Tooltechno in gewohnter Tadox-Qualität, wobei letztgenannter mit einer psychotisch angezerrten Bassline für völlige Verwüstung auf dem Tanzflur sorgt. 

Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 01.03.2006

Freitag, 21. August 2015

Axiomatic Integration - Off-Time [Fragmented Media]

Axiomatic Integration ist das Projekt der Hamburger Experimentalmusikerin Kera Nagel, die das erste Release auf dem neugegründeten Label Fragmented Media bestreitet. Alle sechs Tracks dieser CD, die zusätzlich noch 18 Minuten Videomaterial enthält, bewegen sich in einem musikalischen Spektrum zwischen Mille Plateaux'schen Clicks'n'Cuts und Pan_Sonic'scher Industrialität, versetzt mit langsam pulsierenden, fast organisch scheinenden Harmonien im subfrequenten Bereich. Zuweilen finden sich sogar kleine Plinkermelodien, die mensch im Autechre'schen Sinne fast schon als Pop einstufen könnte ohne dabei die hochdigitale Grundaussage der Tracks zu konterkarieren.

Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 01.03.2006

Mittwoch, 12. August 2015

Enduser - Calling The Vultures [Mirex / Sublight]

Musical Wunderkind Enduser beglückt uns auf Mirex mit seinem ersten Full Length-Artistalbum und schöpft mit diesem gleich aus dem vollen Spektrum seiner Fähigkeiten. Von melancholischem IDM-Downbeat mit Pianochords über Mutant HipHop der Techno Animal / Dälek-Schule bis hin zu tanzflächenzerfetzenden Drill'n'Bass- / Breakcore-Attacken reicht das musikalische Feld, das Lynn Standafer binnen 14 Tracks beackert und mit dessen Früchten er dafür sorgt, das dieser Winter noch ein wenig dunkler wird. Grossartiges Album. 

Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 31.01.2006

Mittwoch, 5. August 2015

Brian McBride - When The Detail Lost Its Freedom [Kranky]

Deep Listening Music par excellance. Auf der Basis von bearbeiteten Gitarren-, Piano-, Vocal-, Harmonica-, String- und Trompetensounds erschafft Brian Mc Bride, seines Zeichens 50% der Projektes Stars Of The Lid, ein nahezu klassisches Ambient-Album, 100% beatfrei und mit Ausnahme eines einzigen echten Songs einfach nur in endlosen, sanften Klangwellen floatend. Absolut zeitlose, zuweilen ein wenig melancholische Musik. 

Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 05.01.2006

Freitag, 31. Juli 2015

Various Artists - RARE CUTS From The Munich Electronic Underground, Vol.1 [Schamoni Musik]

Der 'Sound Of Munich'. Einst definiert durch Giorgio Moroder und seine charakteristischen Disco-Basslines, später dann durch DJ Hell und seinen glitzernden Electro(Clash). Und danach? Eine Antwort darauf gibt diese giftgrüne 6-Track 12“ auf Schamoni Musik, die mit Tunes von Dompteur Mooner, Belp, Steril, Living Room und Der Gelbe Raum einen kleinen Überblick über den Münchner Underground-Sound des Jahres 2014 liefert. Mit Schwerpunkt auf vorwiegend elektronischen Klängen erstreckt sich die stilistische Bandbreite hier über jazzigen Underground-House für kleine, rotplüschige Liebhaberclubs über zarte 2Step- / UK Garage-Anleihen bis hin zu Breakdance-affinem RoboElectro, Synthesizer-Experimenten und sogar tief-verdubbtem Future Jazz der Wiener Cheap-Schule für alle, die es etwas trippiger und entspannter mögen. Abwechslungsreiches Release, das neben dem reinen DJ-Gebrauch durchaus auch für den reinen Hörgenuss taugt.

Unveröffentlichte Gastreview für backagain.de

Donnerstag, 23. Juli 2015

Tribes of Neurot - Meridian [Neurot Recordings]

Tieffrequente Basswellen, filmscorehafte Drones und markerschütternde, äusserst intensiv durchdringende Atmosphäre - das sind die Kennzeichen des neuen Albums der Tribes Of Neurot, das in seiner apokalyptischen Endzeitstimmung die Schublade des Dark Ambient nicht besser definieren könnte.  Ruheloses Wabern, durchbrochen von kleinen, kurz nervös hervorblitzenden Sounds und getränkt in einer nervenstrapazierenden Spannung, die der Musik von Acts wie m², Kallabris oder auch den frühen Single Cell Orchestra in nichts nachsteht. Schön. 

Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 05.01.2006

Donnerstag, 16. Juli 2015

Various Artists: Funky Plüsch - Beyond The Moon [Chin Chin Records]

"Funky Plüsch - Beyond The Moon" erscheint am 17.02.2006 und ist schon der zweite Teil der CD-Serie compiled by DJ Gärtner der Lüste , der - im eigentlichen Sinne mehr Selector als DJ - seit 15 Jahren an den Plattentellern seine Botschaft von opulenter Lounge & Clubmusik verbreitet, mittlerweile auch in Städten wie Budapest, Mexico City, auf Ibiza und nachwievor auch in im Bahnhof Langendreer zu Bochum.  Kaum eine Compilation die den Begriff "Lounge" in den letzten Monaten mehr vedient hätte - beeinflusst von Downbeat, Latin- und HouseGrooves freestyled sich Ralf Ilgner, so der bürgerliche Name des Gärtners, durch verschiedene Stile und Geschwindigkeiten und fügt die Einzeltracks zu einem knapp 80minütigen Spannungsbogen zusammen, der in hippen Szenebars für angenehme Beschallung sorgt. Manch einem mag das zu glatt und eingängig sein, doch gerade der Lounge-Einsteiger ist mit dieser Zusammenstellung von Tunes aus den Studios von Parov Stelar, Gerardo Frisina, Rodney Hunter, Bai Kwong und anderen gut beraten, zumal auch Ausflüge in funkigere Gefilde nicht gescheut werden. 

Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 18.12.2005

Donnerstag, 9. Juli 2015

The Dance Inc. - All Is Lost [Audiolith 17]

Das Hamburger "Zwischen allen Stühlen"-Label Audiolith mit seinem siebzehnten Release, das sich wie auch schon die letzten Audiolith-12 irgendwo im Grenzbereich zwischen Electrohouse, Electroclash und Indie-Dancefloor bewegt. Auf Floors aller drei Genres durchaus funktionalerweisen sich das massive drückende "Catpurr" und der dumpf-minimal gehaltene "Catpurr RMX" auf der A-Seite, aber auch der titelgebende ElectroRock-Stomper "All Is Lost" und das synthpop-lastige "Those Who Sleep On Roads" müssen sich keinesfalls verstecken.

Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 06.12.2005

Donnerstag, 2. Juli 2015

Belladonnakillz - Kill Bella Donna [KFA 28]

Da ist sie. Endlich. Die Überhymne eines jeden Panacea-Sets der letzten 15 Monate. Auf 10". Stichwort: "Today - my baby's gone away...". Klingelts? Ja? Kaufen. Sofort. File under: Drum'n'Bass goes HappyHardcore goes grossartiger Popsong. Maximales Crossoverpotential - müsste sowohl aufm Drum'n'Bass-Floor als auch in der Indiedisco die Scheisse ganz fett rocken. Eigentlich gehört das auf Top 1 der Charts.

Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 01.11.2005

Donnerstag, 25. Juni 2015

Paul Van Dyk ft Wayne Jackson - The Other Side *Breaks Mix [Whitelabel]

Trance-Paule in der BrokenBeats-Rubrik und das sogar mit Absicht? Während der A-seitige Deep Dish-Remix auf diesem Whitelabel wie erwartet sehr in Richtung der progressiv-trancigen String-Attacken schielt und damit eher zu vernachlässigen ist, bringt der Breaks Mix auf der Flipside mit verträumten Pianos und hibbeligen Breakbeats ein wenig mehr Bewegung in die Bude und eignet sich bestens für die frühen Morgenstunden.

Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 29.09.2005

Donnerstag, 18. Juni 2015

Lil Love - Little Love [Zeitgeist]

Filterhouse-Action Galore. Cheesy bis zum Abwinken, verboten eingängig und eigentlich deshalb schon durchgefallen. Aber irgendwas an dieser Nummer dran, das mich den Tune mögen lässt. Wahrscheinlich sind es die naiv-unschuldigen Vocals, die wie aus der Alles-Geht-Euphorie der frühen Neunziger entsprungen wirken, ein dickes Lächeln auf die Lippen zaubern und die Welt für ein paar Minuten ins Promised Land verwandeln. Bleibt im Case. 

Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 29.09.2005

Donnerstag, 11. Juni 2015

Motor - Sweatbox / Yak [Novamute]

Brett. Und was für eines. AcidRevival hin oder her - so intensiv und nervenzehrend wie auf dieser 12" ist das lustige Zwitschern aus der silbernen Box schon lang nicht mehr zelebriert worden. Eine ins elektronische Nirvana spulende 303-Linie unterstützt von massiv-klappernden Rimshots lässt hochätzende Säure durch die Nervenbahnen des Konsumenten fliessen, um nach einem kurzen heftigen Exzess in unerträgliche Langsamkeit umzubrechen, die manch DJ zur Verzweiflung treiben wird. "Yak" hingegen interpretiert Pounding Techno mit fröhlich wirkenden Elektroeinflüssen und ist ein gutes, wenn auch nicht weltbewegendes Tool. 

Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 29.09.2005

Donnerstag, 4. Juni 2015

Drumkombinat - Schlachtgesänge E.P. [Apwood Recordings 004]

Das Drumkombinat ist das gemeinsame Studioprojekt der beiden Produzenten Axel Lüers und Michael Lambart, die mit der vorliegenden 12" das landen, was mensch wohl "ein amtliches Brett" zu nennen pflegt. Die A-Seite startet mit endlosem, epischen Intro und leicht säurehaltigen Referenzen, um dann direkt in massiven, analog klingenden Techno umzuschlagen, der durchaus auch auf der 1993 erschienenen "Rauschen 5"-Compilation auf Force Inc. eine Heimat hätte finden können. Old skool rules - dicker Track. Die Flipside klingt ein wenig moderner, verpflichtet sich aber ebenfalls der rauh bollernden Schule des ultrafunktionalen, körperlichen Tekkno, dessen Faszination sich altgedienten Ravesoldaten sich auch 10 Jahre nach dem eigentlichen Höhepunkt dieser speziellen Technospielart nicht entziehen können.

Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 03.09.2005

Donnerstag, 28. Mai 2015

Alka_Rex - Shapes To Phases - [Supralinear]

Alka_Rex liefern das dritte Release auf dem noch frischen Imprint Supralinear und lassen mit ihrem Album "Shapes To Phases" die Tanzflächentauglichkeit Einzug halten in den jungen Katalog des Labels. Verortet zwischen ambient floatenden Interludes, minimalem DubTechno und einem hypnotischen, fast rituell anmutenden Flow, der den Begriff der Trance - nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen, flächengeschwängert-melodiösen Variante elektronischer Tanzmusik - auf seine archaische Form zurückführt und die altbekannte Formel "Rhythmus + Monotonie = Trance" in einer sehr puristischen Weise anwendet. Trotz ständiger behutsamer Weiterentwicklung der Trackstruktur wird sich der Konsument - in diesem Fall auch: Tänzer - dieser langsamen Addition von Ideen und Einzelsounds auf dem Dancefloor nicht wirklich bewusst, sondern lässt sich in einem dunklen Sog mitreissen, der in gewisser Weise an jene Art von Musik erinnert, die sich einst auf dem legendären "Record Of Breaks"-Album der Formation Psychick Warriors Ov Gaia wiederfand und schon zu einer Zeit MinimalTechno definierte bevor dieser Begriff offiziell zur Stilrichtung erhoben wurde. Ebenso wie genanntes Album ist auch "Shapes To Phases" ein absolut zeitloses und konsequent aktuelles Tool für den DJ, der es versteht mit seiner Selection eben nicht nur die Massen zu befriedigen sondern missionarsgleich im selben Atemzug auch die anspruchsvollen Varianten elektronischer Tanzmusik zu vertreten. Sprich - wer Psychick Warriors Of Gaia kennt, Taylor Dupree hört, Plastikman mag und sowohl Basic Channel als auch Sleeparchive spielt, ist mit Alka_Rex auf jeden Fall gut beraten.

Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht in 08.2005

Freitag, 22. Mai 2015

Egotronic vs. Saalschutz - Luxus / Nein Nein [Audiolith]

Das Hamburger Label Audiolith präsentiert seine aktuelle Veröffentlichung im sympathischen 7"-Format und kassiert damit schon vorab einen dicken Bonuspunkt. Doch auch die Musik ist äusserst sympathisch, da sie mit dem niedlich verpixelten Coverartwork einhergehend tatsächlich als amüsanter Amiga/Nintendo-Trash daherkommt. Wer also ein Label wie Micromusic mag, ist hier genau richtig. Auf der A-Seite rocken Egotronic im Alleingang über "Luxus", während die Kollaboration mit dem z.Zt. schwer angesagten Saalschutz thematisch passend zum Wetter von grosser bis grösster Verliebtheit handelt und gegen Ende des Tracks eine sehr überraschende Wendung nimmt. Gross... 

Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 26.07.2005

Donnerstag, 14. Mai 2015

Dawid Szczesny - Unheard Treats [Supralinear]

Dawid Szczesny, seines Zeichens ein noch junger Klangkünstler polnischer Herkunft, debütiert mit seinem knapp 45 minütigen Album "Unheard Treats" auf Supralinear, dem Nachfolgelabel von Mille Plateaux / Ritornell. In insgesamt neun sehr ambient und moody gehaltenen Tracks verarbeitet er vorwiegend einzelne modifizierte, melodisch stimmig gereihte Pianoklänge, bearbeitet die entstehenden Folgen und Loops anschliessend noch einmal im Ganzen und addiert in letzter Folge leichte Rausch-, Kratz- und Störsounds, wie mensch sie von alten, oft gehörten Vinylplatten kennt. Diese analogen Klänge wirken auf den Konsumenten auf einem digitalen Medium wie einer CD im ersten Moment vielleicht verwirrend, ebenso wie das zuweilen bewusst eingesetzte Skippen, welches Liebhaber experimenteller elektronischer Musik z.B. von den Produktionen Oval's gewohnt sind, doch verleihen sie dem Album in finaler Konsequenz einen sehr angenehmen Touch von Nostalgie, der dem visuellen Genuss alter Stummfilme mit reiner Klavierbegleitung nahekommt. Die Verwendung als Filmmusik ist auch bei Szcesny nicht ausgeschlossen, zumal dieser Begriff seiner Musik wie im Covertext beschrieben gern zugeordnet wird, doch eignet sich das vorliegende Album sicher nicht als banaler Hintergund für Komödien. Vielmehr erforderte es bei entsprechender Verwendung langer Kamerafahrten, wenig Bewegung im Bild und vor allem Moll-gefärbter Herbstszenerien, die sich im modernen und massentauglichen Kinobetrieb leider viel zu selten finden. Prädikat wertvoll.

Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 26.07.2005

Freitag, 8. Mai 2015

Aarktika / Aaron Spectre - Ocean E.P. [Moonbunny 001]

Der Wahlberliner / Ex-New Yorker Aaron Spectre bringt mit der "Ocean E.P. das erste Release seines Labels Moonbunny an den Start und landet damit direkt auf dem Punkt. Verortet irgendwo zwischen melancholischen PostRock-Anleihen, Electronica im Sinne der frühen Boards Of Canada und dezentem Songwriting könnte mensch das angerissene Genre wohl treffend mit Indietronica bezeichnen und trifft damit genau so ins Schwarze wie auch daneben. Schubladen hin oder her - Ausschau halten lohnt sich, da diese 12" wohl in Deutschland schwer zu bekommen sein wird...

Gastreview für M-Conspiracy , veröffentlicht am 01.07.2005